Donnerstag, 15. Juni 2017

Was lange wehrt - äh - währt, wird endlich Wehr. (Arabisch IX)

Dass mein Langenscheidt-Wörterbuch Arabisch<>Deutsch nicht das Gelbe vom Ei war, wusste ich schon, als ich es mir anschaffte. Aber für eine Anfängerin würde es reichen.

Damals hatte ich ja auch noch nichts anderes vor, als aus Spaß an der Freud nochmal eine neue Sprache zu lernen und vielleicht bei eventuellen Reisen in den Orient ein paar Brocken anwenden zu können.

Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Für alle, die meine "Metamorphose" nicht gelesen haben: Dem Arabischlehrer, der mir damals vor über 7 Jahren zu verstehen gab, mein Unterrichtsmaterial und meine bis dahin autodidaktisch angeeigneten Kenntnisse seien weder klassisches, noch Hoch- sondern "schlampiges"  Arabisch (OT), gab ich ziemlich schnippisch zurück, ich hätte ja auch keineswegs die Absicht, den Koran zu lesen ...

Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Und so wurde das, was mich anfangs überhaupt nicht interessierte, zur eigentlichen Motivation für mein Lernen: Der Koran.

Meine gesammelten Erfahrungen - Freud und Leid - mit dieser wunderschönen Sprache könnt ihr unter dem Label "Arabisch Lernen" nachlesen - Jammereien will ich euch diesmal ersparen.

Die einzigen wirklich spürbaren Fortschritte mache ich jedenfalls im Verständnis geschriebener Texte, besonders natürlich, wenn sie vokalisiert sind, wie in Allahs Buch, mit dem ich mich ja täglich beschäftige.

Deshalb fand ich, es wäre jetzt an der Zeit, mir ein vernünftiges Wörterbuch anzuschaffen. Es gibt dieses zwar online als PDF-Version, aber weil ich mich mit den Augen auf dem Bildschirm verliere und viel besser zurecht komme, wenn ich mit dem Finger dem Text nachfahren kann, bestellte ich mir auf Anraten meines Lieblingsarabisten (und streitbaren Transkriptionsdschihadisten) ein günstiges, antiquarisches Exemplar des Wörterbuchs von Hans Wehr.

Nun sollte das Werk nur noch von Österreich (Schweizer Lesern schwant Böses 😉 - entschuldigen Sie bitte, lieber Hr. V., das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen) zu mir in die Algarve gelangen. Es dauerte genau zwei Monate und 5 Tage und gefühlte 100 E-Mails mit dem Absender (sehr nette Unterhaltung, übrigens!), bis es hier war. Das Buch odyssierte offenbar über Spanien nach Frankreich und/oder Belgien und/oder umgekehrt, stagnierte zweimal wochenlang in irgendeiner Niederlassung von Hermes bzw. deren Partnerfirmen, bevor es - inzwischen kaum mehr erwartet - zum Absender zurückgelangte. Anscheinend wurde vergessen, "Portugal" auf das Paket zu schreiben. Wäre allerdings an irgend einer der vielen Stationen ein denkender Mensch am Werk gewesen, hätte dieser anhand der Vorwahl der korrekt angegebenen Telefonnummer das Zielland problemlos ausfindig machen können...

Schlussendlich zahlte sich die Geduld aus. Der Mann in Österreich schickte das Buch diesmal per Post-Express, und binnen 5 Tagen kam es an. Als Geschenk zu Ramadan. Al-Hamdu li-Llāh. Nun besitze ich ein weiteres Hilfsmittel für meinen Dschihad (= meine Bemühungen!) um die Sprache des Korans. Und eine Ausrede weniger für meine vielen Fehler beim Vokalisieren von Zeitungstexten ... (ist grad Thema im Arabischunterricht).

Freitag, 26. Mai 2017

Endlich schon wieder: Ramadan!

Und schon wieder und endlich steht der nächste Ramadan vor der Tür. Heute Abend mit Maghrib fängt der Fastenmonat an, dieses Jahr soviel ich weiß praktisch überall gleichzeitig.

Schon wieder, weil die Zeit seit dem letzten so unheimlich schnell verflogen ist. 

Und endlich, weil ich ihn so nötig brauche - muslimische Leser/Innen wissen warum, vielen wird es ähnlich gehen.

Ich habe schon oft über den Ramadan geschrieben, ihr findet die Beiträge unter den Labeln "Ramadan" und "Ramadan 2013". Diesmal halte ich mich zurück.

Und wünsche einfach uns allen einen gesegneten, erfolgreichen Fastenmonat, möge Allah uns helfen, uns nicht nur des Essens, sondern - und das ist genauso wichtig - auch allem zu enthalten, was uns und unseren Nächsten nicht gut tut und was Ihm missfällt. Und möge Er uns die Zeit ausdehnen, sodass wir trotz zusätzlicher Gebete dazu kommen, uns vermehrt dem Koran zu widmen. Denn an der einzigen Stelle, wo Allah darin den Monat Ramadan namentlich erwähnt, spricht als Erstes von Seinem Buch: 

Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur'an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung.

und erst danach vom Fasten:

 Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, - damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, dass Er euch rechtgeleitet hat, auf dass ihr dankbar sein möget. 
(Al-Baqara: 185)


Ich nutze die Gelegenheit und bitte alle, die ich irgendwie gekränkt oder ungerecht behandelt habe, von Herzen um Verzeihung.

Ramadan mubarak!

Mittwoch, 17. Mai 2017

absurd



Immer wieder, wenn ich nach dem Gebet so dasitz und meine Dhikr an den Fingern abzähle, wird mir bewusst, wie absurd es doch ist, zu denken, diese (und alles andere!) seien einfach so aus einer Laune der Natur, aus reinem Zufall entstanden, ohne Plan ...




«Ja doch! (Wir) haben die Macht dazu, seine Fingerspitzen zurechtzuformen.» (Al-Qiyāma 4)

«Und auf der Erde gibt es Zeichen für die Überzeugten und (auch) in euch selbst. Seht ihr denn nicht?»  (Adh-Dhāriyāt 20/ 21)

سبحان الله ، الحمد لله ، الله أكبر     

Montag, 15. Mai 2017

viel leichter!

Es ist leider viel leichter

fromme texte zu schreiben
als stets gerecht zu bleiben
den koran zu studieren
als nie die geduld zu verlieren
bart oder kopftuch zu tragen
als gelüsten zu entsagen
zu beten zu vorgegebener zeit
als in echter ergebenheit
auf der rechten seite zu liegen
als die faulheit zu besiegen
formeln zu rezitieren
als die Gottheit zu spüren
andächtige reden zu schwingen
als sich Allahs wahrhaft zu besinnen

Das Leichtere ist der Weg, das Schwere ist das Ziel
Das Leichtere erleichtert das Schwere, so Gott will

Freitag, 3. Februar 2017

Khartum الخرطوم

Der Friede sei mit euch.
 .السلام عليكم
Hier ein paar Worte zu meiner Reise nach Khartum.
هنا بضع كلمات عن سفري إلى الخرطوم.
Ich werde heute nur wenig schreiben, in einfachen Worten,
اليوم سأكتب إلا قليلا  بكلمات سهلة،
denn ich möchte es selbst ins Arabische übersetzen.
لانني أريد أن  أترجم إلى العربية بنفسي.
So Gott will ohne viele Fehler ... J
دون اخطاء كثيرة ، إن شاء الله J ...
für meine Freunde in Khartum,
لِأصدقائي وصديقات في الخرطوم،
die kein Deutsch verstehen.
 الذين لا يفهمون الألمانية.
Ich danke meiner lieben Freundin und ihrer tollen Familie,
أشكر صديقتي حبيبة واسرتها المميزة،
die mich so gastfreundlich aufgenommen hat.
التي استقبلتني و كانت مضيافة جدا.
Es war schön bei euch! Ich habe viel mit euch gelernt,
كان وقتا رائعا معكم، تعلمت الكثير معكم!
und auch mit den Freundinnen aus Syrien und aus dem Irak
ومع الصديقات من سوريا والعراق
und mit den sudanesischen Nachbarinnen.
ومع الجارات السودانيات.
Gott vergelte es euch allen!
جزاكم الله خيرا!
Alhamdulillah, dass ich euch kennenlernen durfte.
الحمد لله الذي  كتب لي أن  أتعرف عليكم جميعا.
Und jetzt sprechen die Bilder:
والآن تتكلم الصور:


Ach ja - bezüglich meiner Arabischfortschritte... also es sind natürlich in einem Monat keine Wunder zu erwarten. Aber immerhin haben meine Kenntnisse - zusammen mit Händen und Füßen - gereicht, um mich mit dem jüngsten Sproß der Familie, der wirklich nur Arabisch spricht, ganz gut zu verstehen. Und dank der vereinten Kräfte eben dieses Jungen, meiner Gastgeberin, ihrer zweitjüngsten Tochter und einem "Crashkurs" in Tadschwiid* mit syrischen Frauen hat sich  zumindest, was das korrekte Lesen des Koran anbelangt, doch einiges getan. InschaAllah ...

Wer nun gerne wissen möchte, was für eine ganz außergewöhnliche Familie ich da in Khartum besuchte, klickt sich am besten in Regines wunderbares Blogbuch ein und erfährt direkt von der Quelle mehr:


(Über unsere Blogs haben wir uns übrigens kennengelernt...)

Am Rande sei erwähnt, dass seit der Niederschrift zwei weitere Kinder das recht gute Leben noch besser gemacht haben. Der Jüngste ist jetzt sieben. Ich hab mit ihm Fußball gespielt - Sudan gegen Portugal - und er hat mich beim Koranlesen korrigiert 😊.



* Begriffserklärung: In seinem Buch "Die Regeln der Qur'an-Rezitation" schreibt Abdullah Frank Bubenheim: »Das Wort "Tadschwiid" bedeutet ursprünglich "schön machen, gut machen, können". Als Fachausdruck bedeutet es: "den Laut zu seinem Recht kommen lassen", d. h. ihn richtig aussprechen.« 
"Den Laut zu seinem Recht kommen lassen" ... wie schön - selbst Buchstaben haben ihr Recht!

Montag, 30. Januar 2017

Allahs List?

Könnte es sein, dass die absurden Aktionen dieses unsäglichen Präsidentenclowns die Welt aufrütteln und am Ende eine positive Veränderung herbeiführen? Demos, Solidaritätsbekundungen allenthalben - die Menschen wehren sich!

Dann würde doch glatt diese Übersetzung des Verses 3/54 wunderbar passen:

Und sie schmiedeten eine List, 
und Allah schmiedete eine List; 
und Allah ist der beste Listenschmied. 
(Āl ʿImrān:54)

In den meisten Übertragungen ist von "Ränken" oder "List" die Rede, doch da mir diese Wörter im Zusammenhang mit Gott nicht gefallen wollten, hielt ich mich bisher (wie viele andere auch!) - lieber an den Begriff "Planer", den ich allerdings einzig in der Übersetzung der Ahmadyya gefunden habe. 

Aber ich glaube, ich verstehe jetzt, was gemeint ist ...

InschaAllah

Dienstag, 27. Dezember 2016

قصة إسلامي


قصة إسلامي
مختصر

(Kleine Zusammenfassung meiner "Metamorphose" auf arabisch)

(خالص الشكر والتقدير لبنت صديقتي في المدينة المنورة التي لخصتها باللغة العربية)


حياتها كلها ما كان لها اي ارتباط باي دين وكان قناعها ان الانسان العاقل لا يؤمن باي دين و مقتنعة انها لا تستطيع ان  تؤمن بشيء لا دليل له , ولكن لم يكن لها اعتراض للاديان .  
ولكنها ليست ملحدة لانها جعلت كل الاحتمالات ممكنه .
وكل المحيط حولها بنفس التفكير .
في الرابعة والعشرون من عمرها  حصل لها حادث كبير , الدكاترة قالوا انها ستمتوت , وان عاشت ستكون مقعدة على كرسي , ولكنها بفضل الله الحمد لله عاشت وهي تمشي . ولكنها لم تفكر تشكر احد على هذه الهدية (العافية ) , ولكنها شكرت الصدفة!
واتزوجت رجل برتغالي وانجبت ولدين وعاشت فترة مع عائلتها في سويسرا ثم انتقلت الى البرتغال وكان لها حياة سعيدة .
وفي الخمسينات من عمرها بدات تستمع للموسيقى العربية وحلمها ان تذهب لمصر , لترى الاثار والمعالم القديمة , وحققت حلمها بذهابها الى مصر مع زوجها , وهناك سمعت لاول مرة الاذان , وعجبها واثر فيها.
بعدها بسنة تقريبا احبت ان تتعلم اللغة العربية لشدة اعجابها بها واشترت كتاب وبدات ان تتعلم هي بمفردها في البيت , وجدا كانت متحمسة . وبعدها بثلاثة اشهر ذهبت كرحلة سياحية هي وزوجها الى الخليج العربي واستطاعت ان تتحدث مع بعض الاشخاص 
عربي , وهذا الشيء حمسها لتستمر في التعليم.
ولما رجعت الى البيت بحثت عن دورة عربية في النت ووجدت معلم مغربي يتحدث الألمانية ولكنها قبل ان تسجل نفسها , كتبت اسم المعلم في قوقل ووجدت انه كاتب في النت مواضيع اسلامية وكانت ستلغي الفكرة من بالها لانها لا تريد ان تربط نفسها باي دين , ولا سيما الاسلام !!!! لتشوه صورة الاسلام في ذهن الغربي من الاعلام .
ولكنها  سجلت في الموقع ووجدت ان المدرس لا يتكلم عن الاسلام , ولكنه  قال لها العربي الذي تعلمتيه ليس بالعربي الفصحى , ولم يعجبها كلامه فقالت له بكل كبرياء أنا لا اريد ان اقرا القران !!!
ولكن لانها معلمة لغات ومتمكنه من 6 لغات ومتجهدة احبت ان تتعلم فاستمرت مع هذا المدرس.
وذات يوم كانت واقفة على البلكونه وتنظر الى الطبيعة وفجأة احست  بشعور غريب وجميل  , شعور لا يوصف بكلمات , المقارنة الوحيدة الذي يذكر بهذا الشعور : شعور الام بحضن طفلها لاول مرة عند الولادة,  احست فجاة ان الله موجود ! الله حق!  وفي هذه اللحظة احست بنداء داخلي بكلمة الله ! وكان هذا كله مشاعر واحاسيس وليس تفكير.

ولما استوعبت هذه المشاعر انفجعت واستغربت واحست بالخوف الشديد .. هل انجنيت ؟ فلم تفكر غير ان تبحث عن الاسلام وعن كلمة الله في قوقل , ومن اول الاشياء التي فعلتها ان تحمل القران المترجم من الانترنت. وبدات تقرا في القران بشكل عشوائي , وقرات ايات اثرت فيها واخرى خوفتها .
الى ان وصلت الى ايتين اثرت فيهما ووقفت عندهم .
الاولى: قُلْ إِنَّ رَبِّي يَقْذِفُ بِالْحَقِّ عَلَّامُ الْغُيُوبِ.
هذا هو بالضبط هو ما حصل لها , وهي لا تستطيع ان تصف شعورها ومشاعرها اكثر من هذه الاية.
الثانية  : اللَّهُ نَزَّلَ أَحْسَنَ الْحَدِيثِ كِتَابًا مُّتَشَابِهًا مَّثَانِيَ تَقْشَعِرُّ مِنْهُ جُلُودُ الَّذِينَ يَخْشَوْنَ رَبَّهُمْ ثُمَّ تَلِينُ جُلُودُهُمْ وَقُلُوبُهُمْ إِلَىٰ ذِكْرِ اللَّهِ ۚ ذَٰلِكَ هُدَى اللَّهِ يَهْدِي بِهِ مَن يَشَاءُ ۚ وَمَن يُضْلِلِ اللَّهُ فَمَا لَهُ مِنْ هَادٍ

وبعدها بدات تتعمق بالاسلام في صفحات الانترنت , ووصلت الى صفحات غريبة واراء مختلفة.
وكانت جدا منجذبة للاسلام ولكن نفسها والشيطان اثر على رايها , وقالت لنفسها ان الاسلام للعرب وليس لها , ولم ترد ان تصبح مجنونه ومتخلفة كما كانت نظريتها للمتدينين .

في صفحة المدرس يوجد مقطع فيديو لطفل صغير يقرا سورة يس , وهنا كانت اول مرا تسمع تلاوة . وجدا اثرت فيها هذه الايات وابكتها مع انها دائما اتوقعت انها لا تستطيع اظهار احاسيسها . من اكثر الاشياء التي اثرت فيها واحست انها ظاهرة وواضحة امامها , ان القران مستحيل ان يكون كلمات بني ادم , احست بقدسية الكلمات.

ولانها لا تعرف انسان مسلم غير معلمها العربي , بدات تساله بعض الاسئلة ولكن مختصرة , وفي يوم من الايام سالته اذا يستطيع ان يقرا لها سورة الفاتحة , وجدا عجبها. وبدات تدعوا الله في السر , وتتحدث معه كما تتحدث مع شخص امامها . وبعدها استفسرت عنده عن الشهادة , ونطقتها.

كان لها حديقة صغيرة امام بيتها , وكان ينبت فيها ورود صفراء , وفيي الفترة التي كانت مترددة وخائفة من ما سيحصل لو دخلت في الاسلام , انبتت بقدرة الله وردة نصفها حمراء والنصف الاخر صفرا , مع انها اعجبت بالوردة وصورتها لانها مميزة  ولكنها لم تفكر فيها كثيرا , وبعدها بفترة ذبلت الوردة واختفت .
بعد نطقها للشهادة خرجت للحديقة مرة اخرى , وسبحان الله وجدت وردة حمراء بين الورود الصفراء , وهنا احست انه دليل لها وتثبيت .
وكان الوردة تقول لها اثبتي فانتي على الحق وما عليك من البقية.

بعد الشهادة بدات تصلي , ( تتفرج على مقاطع في الانترنت عن كيفية الصلاة ) وتكتب الاقوال والافعال على ورقة وتفعلها , وحاولت ان تتعلم اكثر واكثر عن الاسلام وتستفسر عن طريقة دردشة اسلامية عن بعض التفاصيل ولم يكن لها اي احد يساعدها غير الانترنت .
وذهبت لاقرب مسجد من بيتها وحاولت ان تتحدث مع الامام وبعض الرجال هناك , ولكنها لم تستطيع التفاهم معهم لان لغتهم غير لغتها ,
فاكملت طريقها وتعليمها عن طريق الانترنت وكان كل هذا بالخفية , وبدا رمضان وصارت تصوم بالخفية وتقول للجميع اني اعمل رجيم قاسي.
لم تخبر احد لانها تعرف انهم لن يفهموها وستفقد الاحترام من قبلهم , ولكن في الصيام اصبح الامر اصعب , فقررت ان تخبرهم , ولكنها التجأت للكتابة , لانها افضل طريقة لحكي قصتها من غير مقاطعة احد . وكتبت في البداية قصتها لزوجها.
وبعد ما قرا زوجها الكلام , هنا كانت المصيبة , بدا يرمي كلام انها انجنت , ومريضة نفسيا , وتحتاج دكتور نفسي , وقال ان السبب كله في المعلم .. وانها تريد ان تخرب العائلة , وتهدم 32 سنة زواج .
حاولت ان تثبت على كلامها ولكنه حزن جدا فجربت ان ترجع عن الاسلام , وتحذف جميع المعلومات من جهازها , وترجع لحياتها الطبيعية في نظر زوجها .. رجعت تدخن , تشرب , تاكل .. ولكنها لم يعجبها ما فعلت واصبحت هي الحزينة وليس هو , فرجعت تشغل الاناشيد وبعض التلاوات , وذات يوم رتبت شنطتها وخرجت من البيت لتسكن في شقة لوحدها لانه لم يتقبل اسلامها , بعد حوالي 4 اشهر رجعت الى بيتها لانهم اتفقوا على انه يحترم دينها , مع انه لم يعجبه عباداتها ولكنه سكت.
حياتي الان حياة اسلامية في البيت , ولكن متى ما خرجت من البيت اصبح الامر جدا صعب , فالجميع حولها غير مسلمين , واهلها متفشلين منها , فصارت لا تخرج من البيت كثيرا , وفتحت موقع في الانترنت ونزلت قصتها في هذه الصفحة ليعلم حتى الاقرباء والاصدقاء البعيدين عن حالتها , وبعدها كثرت مواضيعها في هذه الصفحة لانها لم تجد طريقة اخرى تتكلم فيها عن ما بداخلها و وعن طريق موقعها اتعرفت على مسلمات جدد وبعض الاخوات اللواتي في حالات مشابهة .
في الدردشة الاسلامية من الجامعة الاسلامية يوجد طالب الماني قال لها انه يعرف اخت تعمل دروس في الانترنت باللغة الالمانية , وعن طريقه اتعرفت على ام رضوان  (سويسرية مقيمة في المدينة ) وبفضل الله ثم فضلها انا الان هنا وارى ما اجمل الحياة الاسلامية في دولة مسلمة الجميع يحترم بعضه , ان الاسلام يربط بين الناس اكثر من اي هواية , فالهواية تربط بين الناس بالعقل , اما الاسلام تربط القلوب ببعضها , وانا جدا سعيدة باستقبال الجميع لي ومساعدتهم وتسهيلهم لتطبيقي للعبادات , واتمنى وادعوا الله ان يهدي اهلي.
  وهنا الان ومعكم , تعلمت ما معنى الحب الحقيقي في الله 

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Arabisch IIX - Nicht aufgeben!

Es ist an der Zeit, mich wieder einmal über meine Bemühungen um die arabische Sprache zu äußern - nicht dass ihr am Ende denkt, ich hätte aufgegeben.

Allerdings hatte ich - nach 3½ Jahren Onlineunterricht (1 Lektion pro 14 Tage) und einem ¾-Jahr Kurs im Nachbarort Silves (2 h pro Woche) - im Sommer 2014 beschlossen, mich fortan auf Lektüre und Verständnis des Korans zu konzentrieren und ansonsten einfach ab und zu ins Arabischbuch hineinzuschauen. 

Ersteres: Ja! Letzteres: Naja ...

Und so sind mir zwar immer mehr koranische Wörter geläufig - alhamdu-li-llâh - und auf dem >>Live-Stream aus der Prophetenmoschee in Medina*) erkenne ich sogar ab und zu einen Hadith (was mich jedesmal ungemein glücklich macht), aber von den Nachrichten verstehe ich immer noch so gut wie nichts. Wenn ich etwas sagen möchte, dauert es eine Ewigkeit, bis ich die richtigen Wörter finde. Wenn überhaupt. Und dann bin ich mir unsicher über die Aussprache, und ob ich sie richtig dekliniere bzw. konjugiere. Da ich mich schon mit dem Behalten der Wörter selbst schwer tue, könnt ihr euch vorstellen, wie es mir mit den zugehörigen Pluralen und den Imperfektvokalen geht ... Das alles sehe ich mir aber nach - es ist schwer, eine Sprache sprechen zu lernen, ohne sie zu sprechen. Ein wenig traurig macht mich hingegen, dass es mit dem Lesefluss trotz aller Bemühungen nach wie vor gewaltig hapert.

Seltsam ist außerdem, dass meine altersmüden grauen Zellen sich aus unerfindlichen Gründen manchmal weigern, den Koran mit der gesprochen Sprache zu verknüpfen: Beim Nachschlagen eines Wortes im Wörterbuch fällt es mir nämlich oft wie Schuppen vor den Augen: "Mensch das kenn ich doch aus dem Koran!". Ist mir kürzlich sogar mit "fîl" passiert! So heißt eine kleine Sure, die ich auswendig kann, und ich weiß natürlich ganz genau, dass "fil" "Elefant" bedeutet. Aber offenbar wusste ich nicht, dass Elefant "fil" heißt... ;). Oder ob das nur ein momentanes Blackout war...? 

Ich gehe jetzt jedenfalls wieder in diesen Kurs im "Zentrum für luso-arabische Studien" in Silves. Er bringt zwar nicht wirklich viel - der Lehrer teilt sich auf 3 Levels auf, wobei natürlich die Anfänger am meisten Aufmerksamkeit benötigen; zudem sind auch wir drei etwas Fortgeschritteneren auf ganz unterschiedlichen Wissensständen. Aber ich denke, es ist allemal besser als nichts. Es ist ja schon eine nützliche Übung, dass ich mir auf dem Weg dahin und zurück im Auto ein paar Sätze zurechtlege - auch wenn ich sie natürlich, wenn ich dort bin, nicht ausspreche.

Warum ich immer wieder über meine Freuden und Leiden mit der arabischen Sprache berichte? Um mich selbst und andere zu motivieren, allen eventuellen Rückschlägen und Enttäuschungen zum Trotz nicht aufzugeben! Es gibt wohl kaum etwas, das erstrebenswerter wäre, als Gottes Wort in der Sprache zu verstehen, in der es offenbart wurde. 

Jetzt steht ein langersehnter Besuch bei einer Familie an, in der Hocharabisch gesprochen wird. Bei einer lieben, sprachlich geschulten Glaubensschwester, die sich vorgenommen hat, mir ein wenig auf die Sprünge zu helfen. In schâ Allâh.


*) 24 h Live-Bilder und Live-Gebete aus der Prophetenmoschee in Medina, mit schöner, langsamer und deutlicher Lesung von Hadithen, manchmal mit Übersetzungen in div. Sprachen.

>>Hier für eventuelle Leidens/FreudensgenossInnen meine gesammelten Beiträge zum Thema Arabisch lernen. Wiederholungen leider nicht ausgeschlossen. Und auf meiner Seite "Praktisches" gibt es Links zu einigen praktischen Hilfen.

Freitag, 11. November 2016

Nicht besser. Einfacher. Ein Geständnis.

Ab und zu kommt die Frage auf, ob man sich eigentlich für eine/n bessere/n Muslim/a (oder gar Menschen) halte, wenn man sich etwas gewissenhafter an Allahs Gebote hält, eventuell sogar mehr als die festgeschriebenen Gottesdienste verrichtet.

Nein! Überhaupt nicht! Denn:

Es ist bedeutend einfacher, Gebete korrekt einzuhalten als schlechte Charakterzüge und Eigenschaften nachhaltig zu verbessern. Es ist einfacher, ein Kopftuch zu tragen, als immer geduldig und freundlich zu bleiben. Es ist einfacher, im Koran zu lesen oder davon auswendig zu lernen, als ihn im täglichen Leben konsequent umzusetzen. Es ist einfacher, x freiwillige Gebete zu verrichten als ein einziges Pflichtgebet in wahrer Hingabe und Konzentration. Es ist erstaunlicherweise auch einfacher - sei es im Ramadan oder freiwillig - für Allah zu fasten, als sich täglich gesund und vernünftig zu ernähren. Und es ist einfacher, vorgegebene Formeln aufzusagen, als sich stets Gottes bewusst zu bleiben und dankbar zu sein.

Es geht nicht darum, besser oder frommer zu sein als andere, oder dafür gehalten zu werden.  Im Gegenteil. Man kompensiert Schwächen, gegen die man im alltäglichen Dschihad-an-Nafs*) immer wieder verliert, versucht, dafür wenigstens das zu tun, was man kann, was leichter fällt. Und man hofft und bittet Allah und vertraut darauf, dass die Taten mit der Zeit helfen, die eine oder andere Baustelle etwas besser in den Griff zu bekommen...

Und - wer wünscht sich nicht solches Ohr, Auge, Hand und Fuß:

Allahs Gesandter - Allah segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: „Allah spricht: ´Nichts, wodurch Mein Diener sich mir nähert, ist mir lieber, als was ich ihm als Pflicht auferlegte. Doch Mein Diener hört nicht auf, sich Mir durch freiwilliges Tun zu nähern, bis ich ihn (dafür) liebe. Und wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Ohr, mit dem er hört, und sein Auge, mit dem er sieht, seine Hand, mit der er etwas greift, und sein Fuß, mit dem er geht.“ (Abu Huraira; Buchari)


*) Das ist der Kampf, der "Dschihad" gegen die schlechten Seiten des eigenen Selbst,  gegen schlechte Eigenschaften, Gedanken, Verhaltensweisen ...gegen den "inneren Schweinehund" halt.

Freitag, 29. Juli 2016

Mit aller Macht. (Eine Bestandesaufnahme)

Über 6 Jahre sind es nun her, seit der Islam zu mir kam.

Wer nun am Anfang dachte: "Ach, die hat nur einen Spleen, das wird bald vorübergehen" dürfte inzwischen die Hoffnung aufgegeben haben.

Dass ich das wirklich "durchziehe", darüber staune ich allerdings auch selbst immer wieder. 

Ja, ich habe auch früher schon das eine oder andere Hobby eine Zeit lang intensiv betrieben, wenn auch bei weitem nicht so ausdauernd. Es waren auch immer Dinge, die nicht nur Spaß machten, sondern mir eine gewisse Anerkennung einbrachten. Denn - das wurde mir inzwischen klar - ich wollte gefallen, wollte, dass man mich gern hatte, dass man das, was ich tat, gut fand. Deshalb versuchte ich, immer alles allen recht zu machen. Deshalb sagte ich meist zu allem ja. Deshalb hätte ich nie etwas getan, was auf Ablehnung stoßen könnte. Und: bloß nicht auffallen - schon gar nicht negativ!

Dazu kommt, dass ich leider ein ziemlich fauler Mensch bin. Wenn es "nur" um mich selbst geht, habe ich es am liebsten möglichst bequem, gehe unnötigen Anstrengungen (und Entscheidungen) aus dem Weg. Und: Ich mag weder Routinen noch feste Termine, vermeide Verabredungen wo immer es geht, ziehe spontane Begegnungen vor. Nur bitte keine zeitgebundenen Verpflichtungen! 

Ich mochte übrigens auch keine Einschränkungen beim Essen oder Trinken - wenn ich letzteres auch selten übertrieb (ersteres häufiger). 

Und jetzt bekenne ich mich seit über 6 Jahren zu einer Religion, die mir u. a. 5x täglich "zeitgebundene Verpflichtungen" auferlegt. Sie brachte mich dazu, meine Ernährung umzustellen, meinen Tagesablauf, meine Kleidung, ja mein ganzes Leben. Sie wird außerdem von meinem gesamten Umfeld ausnahmslos für suspekt bis potentiell gefährlich und vor allem für völlig unpassend für mich gehalten.  Nach anfänglichem Entsetzen und offener Ablehnung begegnet man mir heute mit "nachsichtigem Unverständnis". "Gefallen" tue ich damit definitiv niemandem. Und: Ich bekenne mich nicht nur dazu - nein, ich zeige es auch noch. Man sieht es mir an. Ich falle auf. Und zwar - bei den allermeisten Leuten - negativ.

Und übrigens tue ich das ganz ohne dass ich "zum Ersatz" irgend einem/r Muslim/in in meinem Bekanntenkreis "gefallen" oder bei ihm/ihr "Anerkennung finden" würde. Es gab und gibt nämlich in meinem Bekanntenkreis keine Muslime. Und die muslimischen GlaubensgenossInnen, die ich inzwischen im www kennengelernt habe, sehen ja nicht, was ich tue ... "Recht" möchte ich es indessen eigentlich nur noch Einem machen ...

Das alles halte ich also seit über sechs Jahren durch, mit allem Drum und Dran; mal freudig motiviert, mal pflichtbewusst, gelegentlich mit einiger Überwindung, aber unverdrossen. Obwohl alles, aber auch alles dagegen sprach (und teilweise immer noch spricht): nicht nur die äußeren Umstände, sondern auch meine allgemeine Einstellung*) und meine Charakterschwächen.

Und warum? Wer hier neu ist und das wirklich wissen will, liest mal hier >>wie alles anfing und/oder stöbert ein wenig im Blog herum. Aber man kann es eigentlich ganz kurz zusammenfassen:

Weil heute Freitag ist, tue ich es mit einem Vers aus Sure Al-Kahf:


»Und Allah hat ja zu allem völlig die Macht.« (Al-Kahf 45)
الحَمْد لله 
*)Wer diesen Blog oder mein Buch kennt, weiß, dass ich vorher eine eingefleischte Agnostikerin war, mit mit der festen Überzeugung, Religion sei allenfalls etwas für schlichtere Gemüter.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ramadan ist vorbei

Ramadan ist vorbei

der alltag ist wieder gekommen
und du stehst da, etwas benommen
irgendwie leer
dabei
wolltest du doch etwas von dem mehr
in den alltag hinüberretten

doch was eben noch so leicht fiel
scheint plötzlich schwer und zuviel
kannst dich oft nicht konzentrieren
es fehlen verse beim rezitieren
und in der verbeugung das bücken
tut wieder weh im rücken
ja der schaitan
ist befreit von den ketten
vorbei ist ramadan

naja, wenns immer leicht wär und süß
ganz ohne anstrengung
wärs auch keine prüfung ...
....
»und Wir werden euch ganz gewiss
prüfen bis Wir sehen
welche von euch sich mühen
[...]« (Muhammad:31)

Dienstag, 5. Juli 2016

'Id mubarak


Auch wenn’s gerade schwer fällt
Bei all dem Leid auf der Welt:
Ich wünsche euch allen
Ob heut oder morgen
Ein Fest ohne Sorgen
Und möge Ramadans Segen
Auf unseren Alltagswegen
Noch lange nachhallen.



Freitag, 24. Juni 2016

Wie ich mit dem Rauchen aufhörte

Was das nun ausgerechnet mit dem Islam zu tun haben soll? 

Ich will es euch erklären. Vielleicht dient es ja dem/der einen oder anderen Immernoch-Raucher/in als Anregung.

Montag, 21. März 2016

von Kannibalen und Schlupflöchern

Ich kriege öfter Mails (über obiges Kontaktformular) und freue mich über jede einzelne und beantworte auch jede. Diese hier, die mich vor ein paar Tagen erreichte, ist so gut geschrieben und so motivierend, dass ich sie euch nicht vorenthalten will. Ich bin sicher, dass sich noch andere Leser_Innen darin wiederfinden werden. Mir jedenfalls wurden die Augen gleichzeitig vor Lachen und vor Rührung feucht und ich erinnerte mich lebhaft an die Anfänge meiner eigenen "aufregenden Reise im Islam". Doch lest selbst - die Absenderin hat mir erlaubt, den Brief hier zu veröffentlichen:
Liebe Christine, oder besser: Assalamu aleikum. Über Deinen Blog bin ich zufällig gestolpert, habe sogleich Dein Buch bestellt und es nahezu in einem Rutsch gelesen, habe dabei einige Male gelacht und sehr oft wissend genickt, konnte ich mich doch in vielem wiederfinden, was Du schreibst über Deine aufregende Reise im Islam. 
Ich selbst bin eine 32jährige Frau, würde mich gebildet und belesen nennen, lebe in Deutschland, ich bin Akademikerin, Mutter zweier kleiner Kinder. Bis vor ein paar Monaten wusste ich genau, wer ich bin. In eine typisch deutsche, auf dem Papier evangelische, aber nicht praktizierende Familie hineingeboren, hat Gott in meinem Werte- oder Gedankengebäude schlicht nie eine Rolle gespielt. Im Teenageralter wurde ich quasi zur Erfinderin des Atheismus, alles Gläubige war mir so fremd wie Kannibalismus, die Frommen habe ich belächelt (sie wissen es halt nicht besser), ich brauchte keinen Gott und keine Hoffnung auf "danach", war ich doch stark genug, das Leben (und den Gedanken an den Tod) ohne "Schlupfloch" zu ertragen (so empfand ich es)....
Ich habe dann vor wenigen Monaten das erste Mal den Koran gelesen, heute stehe ich morgens um 5 Uhr auf, um zu Allah zu beten, in der Hoffnung, dass er mich hört... Glauben kann ich das selbst noch nicht so recht.

Ich weiß gar nicht genau, warum ich Dir jetzt schreibe. Ich glaube, ich war einfach froh, von einer Konvertitin wie Dir zu hören und zu lesen. Ich spreche sehr gut Englisch, was es mir ermöglicht, auf YouTube und anderen sozialen Medien das Leben mancher "reverts" zu verfolgen, jedoch finde ich trotz allem Interesse daran oft nicht den Bezug zu meinem Leben bzw. meiner Situation, weil ich eben keine 20jährige Studentin mehr bin ohne eigene Familie, berufliche Bindungen und andere Verantwortungen, die es schwerer machen, einfach "mein Ding" durchzuziehen und darauf zu pfeifen, was irgendwer sagt oder denkt...
Wie gesagt, es ist irgendwo gut zu wissen, dass es anderen genauso geht. Ich freue mich irgendwo schon darauf, in ein paar Jahren Dein Buch nochmal zu lesen und zu sehen, welche Erinnerungen das dann mit sich bringt... 
Liebe Grüße  
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A propos "in der Hoffnung, dass er mich hört": 

»Sag: Mein Herr weiß (alles), was im Himmel und auf der Erde gesagt wird. Er ist der Allhörende und Allwissende.» (Al-Anbiyā': 4)
Und:

»Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. [...]«  (Al-Baqara: 186)


Ich freue mich sehr für jeden Menschen, dem diese Tür geöffnet wird und der sie nicht erschrocken zuschlägt, sondern >eintritt und sich umschaut. Macht weiter, lest, betet, bittet, lernt! Und erfahrt, wie erfüllend es ist, durch die Welt zu gehen und alles als Seine Schöpfung, Seine Zeichen wahrzunehmen, in allem einen Sinn zu wissen. 

Freitag, 18. Dezember 2015

Herausgewachsen.

Der Name „Ausgerechnet Islam“ passt eigentlich nur noch aus nicht-muslimischer Sicht so richtig zu diesem Blog, und für diejenigen, die sich eher im Anfangsstadium jener seltsamen Situation befinden, von einem gar nichts glaubenden zu einem religiösen Menschen mutiert zu sein - und sich dabei auch noch „ausgerechnet“ den Islam "ausgewählt" zu haben...


Inzwischen ist es für mich längst nicht mehr ausgerechnet, sondern vielmehr natürlich der Islam.

Warum das so ist – naja, stöbert halt ein wenig in diesem Blog herum, oder bestellt euch mein Buch - in beidem findet ihr meine Gedanken, Erfahrungen, Ansichten, Nöte und einiges Drum-Herum auf meinem Weg von "nie im Leben" via „ausgerechnet“ nach „natürlich“  - Islam. *)

Der Name der Seite passt jedenfalls nicht mehr zu meiner Befindlichkeit. Ich bin gewissermaßen herausgewachsen, denn er schränkt  die Themen ein, und er beschränkt mich aufs (Konvertierte-)Muslimin-Sein. Ich möchte aber lieber als Vollversion meiner selbst wahrgenommen werden.

Es gibt deshalb ein neues kleines Blog, eine Art Foto- und Zettelkiste, in der ich ab und zu einen Gedanken notieren, eine Begegnung festhalten und den einen oder anderen eigenen, gefundenen oder gesuchten Text oder Vers festhalten werde, und wo ich meine besten Fotos in angemessenem Rahmen so drapiere, dass sie besser zur Geltung kommen als im kurzlebigen Facebook oder in den Tiefen meiner HD. Nicht um der Fotos willen, sondern weil ich das das Schöne, das ich sehe - Seine Zeichen! - einigermaßen geordnet und wiederauffindbar aufbewahren möchte. Für mich selbst und für alle, die es gerne sehen möchten.

Also dann - inschaAllah - auf Wiedersehen bei:




*) Ich habe, da "Ausgerechnet Islam" ja eine Entwicklung beinhaltet, das Archiv hier so umgestellt, dass - wer das will - die Artikel chronologisch lesen kann. Neuen Besuchern, die ganz am Anfang anfangen möchten, empfehle ich allerdings, als allererstes die Seite "Metamorphose - mein Weg zum Islam" zu lesen. 


PS: Ich schließe nicht aus, dass ich gelegentlich auch mal einen Artikel hier veröffentliche, wenn er denn hier besser reinpasst.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Dank. 34:48 / 39:23.

Wie soll ich nicht erschauern
in Furcht
vor Dem
Der dieses gewaltige
Universum erschuf
Der mich auf einer Kugel
durch die
Unendlichkeit schießt

Wie soll ich nicht lieben
in Anbetung
Den
Der die wunderbare
Rose erschuf
Dessen Liebe und Schönheit
die Schöpfung
durchfließt

Wie soll ich nicht danken
in Demut
Dem
Der mich ins Leben rief
mir Wahrnehmung schenkte
und Bewusstheit
und Dessen Barmherzigkeit
alles umschließt

Dem 
Der mir
die Wahrheit
entgegenschleuderte
und Dessen Buch
zu Seinem Gedenken
mir Haut und Herz
erweichen ließ