Donnerstag, 29. Dezember 2011

supermuslima

ab und zu
waswast er wieder
der Shaytan
verunsichert mich
schüchtert mich ein
sagt
was bildest du dir ein
hör auf deine lieben
die wollen nur dein bestes
statt auf irgendwelche
www-Leute
die du nicht kennst
siehst du nicht
wie lächerlich
du dich machst
mit deinem wahn
ja
er  waswast, der Teufel,
er sagt
ha! du glaubst an Engel!
an  Paradies und Hölle
an seltsame verbote
und gebote
ausgerechnet du!
machst dir selbst das leben
schwer
er sagt
komm schon,
du schreibende
supermuslima
kompromisse suchende
sich wichtig machende
spagatierende
bestimmt
bist du vor Ihm
nichts als
eine Heuchlerin 

Nein! 
اعوذ بالله من الشيطان الرجيم

Nein!
Lass mich in Ruh
ich hör dir nicht zu!
auch nicht auf "irgendwelche Leute"
ich hör auf Ihn
und fühl in mir
was Er mir sagt
in Seinem Buch

«Allah hat die beste Botschaft offenbart, ein Buch mit gleichartigen, sich wiederholenden (Versen), vor dem die Haut derjenigen, die ihren Herrn fürchten, erschauert. 
Hierauf werden ihre Haut und ihr Herz weich (und neigen sich) zu Allahs Gedenken hin. 
Das ist Allahs Rechtleitung.....» (Az-Zumar Vers 23)

Ja!


Sonntag, 25. Dezember 2011

23 Jahre

23 Jahre hatten die ersten Muslime Zeit. Nach und nach wurde ihnen die Religion offenbart. Wurden ihnen Regeln gegeben, Verbote und Gebote. Sie konnten sich ganz langsam daran gewöhnen, schlechte Gewohnheiten ablegen, neue Riten erlernen und in ihren Alltag integrieren.

Heutzutage stürzt alles auf einmal auf einen neuen Muslim ein - und noch viel mehr, nämlich die ganzen Ahadith und alle in 1400 Jahren entstandenen Wissenschaften rund um die Religion. Er kann gleichzeitig verschiedene Koranübersetzungen und -Erläuterungen, Werke zu Tauhid, Aqida, Ibadat, Hadithwissenschaft lesen - um nur ein paar wenige Beispiele zu erwähnen (nein ich werde nicht erklären, was das alles ist - googelt selber ;) ) Und er führt es sich zu Gemüte und sieht, was er alles nicht weiß, und was er alles nicht wusste, und wie vieles er vielleicht falsch macht oder nicht ganz richtig, irgendwann merkt er, dass er unmöglich alles auf einmal sortieren und auch noch lernen und verinnerlichen und richtig machen kann. Nicht zu vergessen, dass wir uns ganz nebenbei noch ein wenig Arabisch-Kenntnisse aneignen wollen, und Gebetstexte und Suren  auswendig lernen.

Ach ja - und zu Koran und Ahadith und den Schriften der Gelehrten kommt heutzutage noch mehr auf uns zu: die Orientalisten, die Islamexperten und die liberalen Islam-Erneuerer, die wieder eine neue Sicht auf die Dinge propagieren - meist eine sehr angenehme, sympatische und auf jeden Fall eine viel "gesellschaftstauglichere"....

Gar nicht zu reden von den vielen gut gemeinten Ratschlägen, Mahnungen, Warnungen, Beschwichtigungen, Vorhaltungen usw. in islamischen sozialen Netzwerken und Foren und in Youtube-Videos.

Auf jeden Fall macht es einem manchmal den Kopf ganz wirr. Natürlich meinen es alle gut und wollen uns helfen, aber Papier frisst alles und das Internet erst recht, und es ist für Laien ziemlich schwierig,  die Spreu vom Weizen zu trennen. 

Ich glaube, ich werde mal einen Gang zurückschalten.  23 Jahre hatten die ersten Muslime Zeit. Ich muss nicht alles auf einmal schaffen. Der Weg ist das Ziel und die Absicht zählt. Ich will versuchen, mehr Geduld zu haben, auch mit mir selber. Und darauf vertrauen, dass Er  meine zahllosen Bitten erhört,  und dass ich deshalb so Gott will auf dem rechten Weg bin (für Nichtmuslime: nachstehende Sura, die erste des Koran, wird allein schon bei den täglichen 5 Pflichtgebeten 17 Mal rezitiert).




Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.(1) 
(Alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Welten, (2)
dem Allerbarmer, dem Barmherzigen, (3) 
dem Herrscher am Tag des Gerichts. (4) 
Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. (5) 
Leite uns den geraden Weg,(6) 
den Weg derjenigen, denen Du Gunst erwiesen hast, nicht derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht der Irregehenden! (7)


Donnerstag, 15. Dezember 2011

Er weiß mich.

Eigentlich hatte ich gerade wieder mal Lust, ein wenig zu jammern. Wie allein ich mich manchmal fühle. Weil mich keiner versteht. Dass das Internet kein Ersatz ist für menschliche Zuwendung. Dass aber der Zuwendung, die ich im wirklichen Leben erfahre, ohne Verständnis etwas wichtiges fehlt - wenn nicht das Wichtigste.

Doch - wie kann man eigentlich erwarten, dass irgend jemand einen versteht - wirklich versteht -  wenn man doch weiß, dass man manchmal nicht einmal sich selbst so richtig versteht? Und sich auch immer mal wieder eingestehen muss, dass man sogar diejenigen, die man am besten kennt, z.B. den Ehepartner oder die eigenen Kinder,  völlig falsch verstanden hat? Sei es in ihren Worten, Handlungen oder vermeintlichen Gefühlen?

Kein Mensch kann in einen anderen hineinsehen, hineinfühlen, hineinhören. Und die Worte des anderen vermischt man immer mit eigenen Assoziationen, Erinnerungen, Gefühlen, Emotionen. Wohl gibt es Ähnlichkeiten - man nennt es auch "Wellenlänge". Je mehr sie übereinstimmt, desto  geborgener, desto verstandener fühlt man sich. Glücklich ist, wer solche Menschen um sich hat.

Was mir aber heute so richtig bewusst wurde - jaja, ich habe manchmal eine ziemlich lange Leitung - ist:

Da gibt es doch den Einen, hoch Erhabenen, Gepriesen sei Er, Der mich versteht in allen meinen Gedanken, Handlungen, Gefühlen, Der  jede Regung, jede Empfindung, jede Zelle von mir kennt.




Wir haben ja den Menschen erschaffen und wissen, was (alles ihm) seine Seele einflüstert, 
und Wir sind ihm doch näher als seine Halsschlagader 




Was immer ich tue oder denke, Gutes oder nicht so Gutes, Gescheites oder Dummes, Nützliches oder Unnützes - Ihm muss ich nichts erklären, vor Ihm brauche mich nicht zu rechtfertigen. Allah s.w.t. weiß mich.

Was für ein gutes Gefühl, mich mit meinen Bitten um Vergebung in dieses grenzenlose Verstehen hinein fallen  lassen zu dürfen.

Worüber wollte ich denn gerade jammern....?

Montag, 12. Dezember 2011

blaues Gras

Wer nicht glaubt
kann nicht verstehen
wie man glauben kann.
Wer glaubt
kann nicht verstehen
wie man nicht glauben kann.
Wer dies glaubt
kann nicht verstehen
wie man jenes glauben kann.

Aber man kann verstehen, dass es so ist. Und jedem seinen Glauben oder Nicht-Glauben oder Anders-Glauben lassen. Auch wenn man seinen Nächsten natürlich den Glauben wünschte, den man selber für wahr hält. Nicht nur, um verstanden zu werden (aber auch ;) ). Sondern vor allem aus dem gleichen Grunde, wie man alles Schöne und Richtige mit ihnen teilen möchte: weil man überzeugt ist, es wäre genau so gut für sie wie für einen selbst.

Ich setze in diesem Beitrag voraus, dass man das Verb "glauben" wie ich mit "für wahr halten" gleich setzt.  Denn wenn man für wahr hält, dass das Gras grün ist, kann man nicht gleichzeitig für wahr halten, dass es blau ist. Und wenn mir auch  bewusst ist, dass alle Religionen Wahrheiten beinhalten,  habe ich persönlich ein wenig Mühe mit denjenigen, die finden, jede x-beliebige Religion und Nicht-Religion sei wahr und richtig, und man könne sich seinen Glauben auch aus einzelnen Teilen zusammenstellen. Aber ich verstehe und respektiere, dass es Leute gibt, die genau dieses für wahr halten. 

Es gibt aber auch immer wieder Menschen, die um-denken, und Muslime erstaunt es keineswegs, dass der Islam trotz seines schlechten Rufes und der negativen Berichterstattung die am schnellsten wachsende Religion der Welt ist.

Dienstag, 6. Dezember 2011

ein Geschenk

Ich habe ein Hobby. Ich fotografiere sehr gerne. Sehr laienhaft, mit einer kleinen Digitalkamara, aber mit den Dingern kriegt man ja heutzutage schon ganz schöne Fotos zustande.

Neulich hatte ich einen Himmelfimmel. Und weil ich die Bilder so schön fand, wollte ich gerne etwas damit machen. Und so habe ich ein kleines Video zusammengebastelt, mit ein paar Worten, die mir kürzlich einfielen und mit ein paar Koranversen und einem Zitat von Einstein.

Wenn es euch gefällt - bitte weiter verschenken...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Arabisch 3


All jenen, die sich bemühen oder vorhaben, Arabisch zu lernen, will ich hier weiterhin von meinen Fortschritten berichten. Und ihnen sagen: es ist nicht leicht, aber es lohnt sich!

Wer meine "Metamorphose" gelesen hat, weiß, wie ich dazu kam, Arabisch zu lernen (u.a. als Sudoku-Ersatz) und erinnert sich daran, wie ich in der ersten Online-Lektion meinem Arabisch-Lehrer im Brustton der Überzeugung verkündete, ich hätte keineswegs die Absicht, den Koran zu lesen.

Mittwoch, 30. November 2011

unzurechnungsfähig (oder: Babylon)

Gespräch nach der Meldung über die Bescheinigung der Unzurechnungsfähigkeit des Massenmörders von Oslo, Anders Behring Breivik, (nach erster übereinstimmender Befremdung):

"Sag mal - was meinst du, wenn der Mörder, wie die anfangs dachten, ein muslimischer Terrorist gewesen wäre, hätten die wohl auch solche Gutachten erstellt?"

"Der soll die Höchststrafe kriegen"

"Ja, schon klar, aber - meinst du, bei einem Muslim hätten die auch so ein Aufhebens gemacht?"

"Muslime machen doch die ganze Zeit irgendwo Anschläge."

"Komm jetzt, erst kürzlich habe ich dir die Statistik gezeigt, wonach ein verschwindend geringer Teil terroristischer Anschläge auf das Konto von Islamisten geht. Aber darum geht es gar nicht. Beantworte doch einfach meine Frage, auch wenn sie rein rhetorisch ist!!

"Ach - entschuldige, wenn ich deine Gefühle verletze. Natürlich, Muslime sind nur gute Menschen. Die tun so etwas nicht. Das sieht man ja bei den Taliban. Und in Pakistan."

"Deinen Sarkasmus kannst du dir sparen. Aber darum geht es doch jetzt gar nicht. Ich wollte nur wissen, ob du denkst, ein muslimischer Terrorist hätte in ähnlicher Situation auch nur die geringste Chance, dem Gefängnis als unzurechnungsfähig zu entgehen, weil er eine schwere Kindheit hatte (weil er z.B., was ja sehr gut möglich wäre, in einer Kriegsgegend aufgewachsen ist. ..) und/oder als Kind misshandelt wurde?"

"Ich finde, der Täter soll die Höchststrafe kriegen, ob Rechtsextremer oder Islamist."

"Ja, klar, das finde ich doch auch! Das war nur nicht meine Frage....."

"Solche Typen bringen mich dazu, zu bedauern, dass es keine Todesstrafe gibt".

"Ich bin völlig deiner Meinung. Aber das war nicht meine Frage....."

Freitag, 25. November 2011

Ergüsse


So richtig bewusst wurde mir das durch ein Gespräch - ein geschriebenes ;) - mit einer Freundin, einer "Internet-Bekanntschaft", die ich durch dieses  Blog machen durfte und bei der ein paar Zeilen hin und her genügten,  eine Seelenverwandtschaft zu erkennen. (F., ich widme dir diesen Post!).

Durch jenes Gespräch, das geschriebene, wurde mir erstmals so richtig bewusst, dass ich hier schreibe und schreibe, und ohne Angst vor Kritik oder Nicht-Gefallen oder anderen Konsequenzen ganz mutig veröffentliche.

Ich hatte nämlich schon mit gut 20 den festen Vorsatz, eines Tages ein Buch zu schreiben. Allerdings  erzählte ich kaum jemandem davon, da ich befürchtete, meine Fähigkeiten zu überschätzen und vielleicht ausgelacht zu werden.

In Wirklichkeit schrieb ich allenfalls Tagebuch, mal eifriger, mal weniger. Und herzige Gratulations- und Jubiläumsreime für Freunde, Arbeitskollegen, Familie und Bekannte. Aber die wenigen Versuche, mich schriftstellerisch zu betätigen, scheiterten jeweils nach wenigen Sätzen und mündeten im Eingeständnis: "Ich habe einfach nichts zu sagen, das wichtig genug wäre." Und nachdem ein gut gemeinter und etwas sinnreicherer Text von mir zu einem feierlichen Anlass von einem Teilnehmer als "Erguss" abgetan wurde, traute ich mich nie wieder,  jemandem etwas von meinen spärlichen Versuchen zu zeigen.

Und jetzt, mit bald 60, endlich, schreibe ich und schreibe. Es fließt aus mir hinaus. (Ergüsse...). Vielleicht weil ich jetzt etwas zu sagen habe? Auf jeden Fall ist meine Schreibe längst nicht mehr nur bloße Rechtfertigung für eine von vielen für verrückt gehaltene Veränderung in meinem Leben.  Auch nicht mehr nur Ersatz für mangelnden Austausch mit Muslimen. Es sind zwei Anliegen dazu gekommen: Einerseits glaube ich, dass es da draußen ein paar Menschen gibt, denen Ähnliches passiert wie mir, und denen es gut tut, zu wissen, dass sie nicht ganz allein sind mit ihren Gefühlen. Und ich möchte Agnostikern, Atheisten, Nicht- oder so Halb-Glaubenden einen Denkanstoß  geben. Nein, nicht missionieren. Nur zeigen, dass Glaube und Religion nichts mit fehlendem Verstand zu tun haben, ganz im Gegenteil. Ja. Und dass der Koran und insofern der Islam zu dieser Erkenntnis führen können.


Ach ja - und bevor ich es vergesse: es macht mir Freude, das Schreiben...

Dienstag, 22. November 2011

egotrip

jahrelang verbogen
mich selbst belogen
um zu gefallen
mir und allen
harmonisiert
ausbalanciert
nie insistiert
nie Grenzen gezogen
wer zufrieden
muss mich lieben

kein schlechtes leben
beliebt, geachtet
genau betrachtet
ganz angenehm
einfach im mainstream mitzugehn

und auf einmal  alles ganz
anders nur noch eine Instanz
hat wirklich Belang
euch macht es bang
ihr nennt es egotrip

ja, ich hab mich gefunden
nein - kein neues ich
da war  nur eins
meins
unter schichten

von Gott durch Gott dank Gott
lebe ich
nur Ihm
gehöre ich
schulde ich
mich 
und davon zu berichten


Freitag, 18. November 2011

uncool

Lange habe ich gezögert, diesen Beitrag zu veröffentlichen. Nicht zuletzt, weil viele, die mich von früher kennen, sagen werden: "Was - die? Die war doch selber kein Kind von Traurigkeit!" Und sie werden mir wahrscheinlich nicht glauben, dass ich ganz oft zu denen gehörte, die sich schämte, sich zu schämen....

Dienstag, 15. November 2011

der sechste Sinn

Eine Diskussion in einem Forum hat mich dazu gebracht, mir zu überlegen, was Mystik und Esoterik in meinem Leben für einen Stellenwert haben.

Es gab mal eine Zeit, in der ich mich  für esoterische Spielereien interessierte - nicht zuletzt dank ein paar Bekannten, die von Pendeln über Tarot und Runensteinen bis zu Bachblüten und Astrologie und Reiki etc. so ziemlich in all diesen Praktiken bewandert waren. Aber Begeisterung stellte sich nicht ein und noch viel weniger der Wunsch, selber so etwas zu lernen oder auch nur ernsthaft daran zu glauben.

Freitag, 11. November 2011

Diese Konvertiten

Ja diese Konvertiten. Das sind doch alles Fanatiker. Extreme. Meinen, sie seien die besseren Muslime als die als solche geborenen. Nehmen alles viel zu ernst. Übertreiben im höchsten Grad.


Natürlich gibt es Konvertiten (was für ein schreckliches Wort, übrigens), die meinen, es sei ihre Aufgabe, mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt zu gehen und bei Glaubensgenossen nach Fehlern zu suchen. Das sind nicht die angenehmsten Zeitgenossen.

Jedoch, überlegt doch mal: Wenn jemand aus eigenem Wollen, durch Nachdenken, durch ernsthafte und eingehende Beschäftigung mit dem Thema, vielleicht auch durch einen Wink des Schicksals, zur Überzeugung gelangt, dass eine Religion - welche es auch sei - die Wahrheit ist, sodass er den bestimmt nicht einfachen Schritt (ganz besonders im Islam - wo man dann den Rest der Welt gegen sich hat, von der eigenen Familie und von Freunden nicht mehr verstanden, von Bekannten verspottet wird)  tut, zu konvertieren, dann ist es doch logisch, dass dieser Mensch einer derjenigen ist, der den Glauben und die religiöse Praxis auch ziemlich ernst nimmt -  und vielleicht sogar manchmal etwas übereifrig ist.

Es ist ein wenig, als hättest du unverhofft und ohne die nötige Ausbildung deinen absoluten Traumjob gekriegt. Und setzt jetzt alles, aber auch alles daran, dein fehlendes Wissen aufzuholen und alles möglichst richtig und besonders gut zu machen, damit dein Chef zufrieden ist und du den Job behalten kannst... ;)

Weitere Beiträge zum gleichen Thema:




Montag, 7. November 2011

MaschaAllah ما شاء الله

MaschaAllâh, Al-hamdu-lillâh, SubhânAllâh, InschâAllâh, Allâhu Akbar - so viele arabische Ausdrücke! Und ich muss ehrlich sagen, am Anfang kam es mir wirklich komisch vor, wie oft Muslime diese Worte in den Mund oder unter die Fingerkuppen nehmen. Ich fand es befremdlich und - astaghfirullâh - ein wenig doof.

Inzwischen begann ich, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Mit den Augen der Dankbarkeit. Der ich immer mehr auch gerne verbal irgendwie Ausdruck verleihen möchte.

Gott hat es so gewollt, das Lob gebührt Gott, Gott sei gepriesen, so Gott will, Gott ist größer, Gott verzeihe mir.... Na ja,  klar, es bedeutet dasselbe. In meiner Sprache.  Und doch, es hört sich so "geschwollen" an - auch auf Portugiesisch, und auf Schweizerdeutsch erst recht ;)! Irgendwie scheint es nicht so recht in meinen Mund zu passen. Und wie ich schon an anderer Stelle sagte: am Namen "Allah" gefällt vor allem die Vorstellung, dass Er diesen Namen für Sich Selbst benutzt hat, als Er den Koran offenbarte. Und vielleicht auch die ganz zufällige akkustische Verwandtschaft mit unserem deutschen Wort "alles".


Der langen Rede kurzer Sinn: 
SubhânAllâh, wa-l hamdu-li lâh, lâ ilaha illallâh, 
wa Allâhu Akbar

Sonntag, 6. November 2011

Wissen

Wenn ich früher, als überzeugte Nichts-Glaubende, mit dem Gedanken an den Tod eine vage Hoffnung verband,  dann war es die, vor dem endgültigen "Erlöschen" (ich ging damals eher davon aus, dass nach dem Tod das Nichts käme) noch kurz das "ultimative, allumfassende Wissen" zu erhaschen.  Durch den Islam wurde mir diese diffuse Hoffnung zur reellen, anzustrebenden Möglichkeit. Denn:

........ Er umfaßt alles mit (Seinem) Wissen." 
(Tā Hā: 98) (und andere Verse)
und:
Zu Allah ist eure Rückkehr..............
 (Hūd: 4) (und andere Verse)



PS: Zur Wortkreation "Nichts-Glaubende" habe ich gegriffen weil:

  • "Ungläubige" zu negativ beladen ist und das Adjektiv "ungläubig" für mich eher "nicht glauben wollend" bedeutet.
  • "Atheist" nicht passt weil Atheisten etwas glauben, sie glauben nämlich, dass es Gott nicht gibt.
  • "Agnostikerin" zwar das Fremdwort ist, das beschreibt, was ich war, sich aber intellektueller anhört, als ich bin ;).

Freitag, 4. November 2011

was ist das für ein Gott?


"Was ist das für ein Gott", fragen viele, "der so viel Leid auf der Welt zulässt? Der die Einen hungern lässt und die anderen in goldenen Badewannen baden? Der dir vorschreibt, dass, wann, und wie  du zu beten hast? Der dir Alkohol verbietet und Schweinefleisch, dir sagt, wie du dich anzuziehen hast?"

Es ist der gleiche Gott, der diese unfassbar wunderbare Welt mit all ihren Geschöpfen geschaffen hat - es gibt gar keine Worte, die dieser Vielfältigkeit auch nur im geringsten gerecht würden. Der gleiche Gott, der mir - ausgerechnet mir  - mein Leben geschenkt hat. Mich mit Sinnen ausgestattet hat, sodass ich sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen kannst. Mit einem Verstand, mit dem ich darüber nachdenken kann. Mit Erinnerung, Lernfähigkeit, mit Gefühlen, Träumen, Emotionen .... seht ihr nicht, was für unglaubliche Gaben das sind? Ist es nicht absurd, zu glauben, dass sich all dies per Zufall entwickelt hat?

Was sind dagegen ein  paar Einschränkungen und Vorschriften? Er wird schon wissen, wozu sie gut sind. Auf jeden Fall sind sie nur zu unserem eigenen Nutzen,  Er braucht gar nichts von uns.

Und ich glaube daran, dass Gott am Ende die absolute Gerechtigkeit herstellen wird. Denn Er verspricht uns:

Allah tut gewiss nicht im Gewicht eines Stäubchens Unrecht.... 
 (An-Nisā': 40)

Montag, 31. Oktober 2011

sie trauen sich nicht

obwohl mich im Grunde nervt, dass das Thema Nummer eins, wenn es um den Islam geht, immer wieder dieses leidige Stück Stoff ist, und ich immer noch finde, es gäbe in der Religion viele Gebote, deren Einhaltung bedeutend wichtiger wäre, möchte ich noch einmal aus einer anderen Perspektive heraus etwas dazu sagen. Vielleicht gibt es ja doch da oder dort jemanden, der dies liest und seine vorgefasste Meinung noch einmal  überdenkt.

Denn mir fällt nämlich immer mehr auf, dass es viele Musliminnen gibt, die das Kopftuch gerne tragen würden - und zwar auch moderne, aufgeschlossene Muslimas,  nicht nur die gefürchteten "Fundamentalistinnen".

Sie trauen sich aber nicht! Weil:
  • sie ausgelacht würden
  • sie den Job verlieren könnten
  • sie keinen Job finden würden
  • sie angestarrt würden
  • die Familie es nicht verstehen würde
  • die Familie sich schämen könnte, sich mit ihr zu zeigen
  • man sie zu den armen unterdrückten Frauen zählen würde
  • sie von Islamgegenern angepöbelt würden
  • sie für dumm und ungebildet gehalten würden
  • sie sich immer wieder rechtfertigen müssten
  • usw. 
Ist das die vielgerühmte westliche Freiheit? Werden in muslimischen Ländern - wenn wir nicht gerade vom Iran oder Saudi-Arabien sprechen, Frauen, die den Kopf nicht bedecken, genauso ausgegrenzt? In Marokko sah ich viele offene Haare... Ich weiß es nicht, ich habe nie in einem solchen Land gelebt, aber selbst wenn es so wäre - wir bilden uns doch immer so viel darauf ein, aufgeschlossener und toleranter und weltoffener zu sein als diese zurückgebliebenen Araber, oder etwa nicht...?

Und so sind wahrscheinlich ganz viele vermeintlich bemitleidenswerte, unterdrückte Frauen oder sogenannte "Fundamentalistinnen" im Grunde ganz im Gegenteil besonders selbstbewusste und emanzipierte Musliminnen, die sich trotz allem trauen... 

PS Schon klar, dass es auch welche gibt, die sich nicht trauen, es abzunehmen...

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Danke!

Ich wollte euch nur mal schnell erzählen, wie viel mir dieses/dieser Blog bringt.Und zwar nicht nur die Beiträge, die ich veröffentliche, sondern auch diejenigen, die ich schreibe und ändere und lösche und neu schreibe und zuletzt verwerfe. Denn oft fange ich im Brustton der Überzeugung einen neuen Post an, und komme dann zu ganz anderen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen. Manchmal ergibt sich ein neuer Beitrag daraus, oft wird mir klar, dass ich mit einem Gedanken falsch lag, oder dass er schon andernorts behandelt wurde, oder auch dass er völlig irrelevant ist, sodass eine Veröffentlichung niemandem etwas nützt. Während ich schreibe und google und nachschlage, finde ich Antworten und korrigiere Ansichten, manchmal lache ich über mich selber und über diese oder jene Schnapsidee ;-)  manchmal fällt mir ein, was der eine oder die andere von euch zu einem Thema sagen würde und dadurch und dank eures Feedbacks in Kommentaren und Mails ist mein Blog zu meinem fehlenden muslimischen Gesprächspartner geworden. 


Danke!

Dienstag, 18. Oktober 2011

ich versteh dich

ein Gespräch, neulich, auf dem Felsen am Strand:


  • "Ist dieser Anblick nicht wunderbar?"
  • "Oh ja, herrlich."
  • "Weisst du, ich kann gar nicht mehr nachvollziehen, dass ich mal dachte, das alles sei so rein zufällig aus dem Nichts entstanden."
  • "Und ich kann nicht nachvollziehen, wie du plötzlich auf diesen Religions-Trip kommen konntest."
  • "Es ist so offensichtlich! So eindeutig. Wie blind war ich, dass ich das nicht früher erkannte?"
  • "Was?"
  • "Dass da ein Plan dahinter steckt. Gott. Gottes Plan."
  • "Das sagst du. Ich seh das nicht. Für mich  besteht die Welt aus Zufällen, Evolution, Naturgesetzen. Vielleicht  - ja vielleicht, dass da irgendwo irgendwann mal irgendeine "höhere Macht" am Werke war - aber darüber will ich gar nicht nachdenken, denn wissen kann man das ja eh nie."
  • "Ich versteh dich. Ich versteh dich, weil ich genau so dachte wie du. Und ich bitte Gott und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du eines Tages auch mich verstehst."


PS - ist doch schon ein Widerspruch in sich: "zufällige Naturgesetze" - oder nicht?

Dienstag, 11. Oktober 2011

ohne Plan

Ganz lange saß ich heute an unserem einsamen "Hausstrand"* (der nur ein Strand ist wenn Ebbe ist), und ließ mich von diesem Anblick verzaubern. 

Genoss ganz bewusst diese Schönheit, hörte den Wellen zu, die größeren entluden sich mit einem Donnern unter dem Felsen, auf dem ich saß. Atmete die salzige Luft ein, spürte die immer noch sommerlich heiße Sonne und den seidigen Wind auf meiner Haut.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

je länger je mehr

Wenn man so ein Blog schreibt, kann man aus Statistiken ersehen, mit welchen Such-Wörtern Googler auf bestimmten Seiten landen.

Nicht zu glauben, wie viele Leute mit den Wörtern "Islam + glücklich" oder "macht Islam glücklich" oder "wird man im Islam glücklich" oder ähnlichem auf meinem Post "macht der Islam glücklich?" landen!!! 

Wie glücklich mich das macht!

Donnerstag, 22. September 2011

sie lachen

Ein Gespräch, kürzlich:


"Mein Freund X (kein Muslim) hat mir erzählt, Y, sein Freund, der Muslim, sei kürzlich in seinem Restaurant gewesen. Mit den zwei "höchsten Tieren" der muslimischen Gemeinschaft der Gegend. Sie hätten Wein und teuren alten Whisky getrunken. Und verlangt, dass die Angestellten sie draußen bedienen, damit sie beim Rauchen trinken konnten. Und sie hätten sich so schlecht benommen, dass X sie am liebsten rausgeworfen hätte. Er habe es nur nicht getan, weil Y sein Freund sei."

"Das kann ich kaum glauben. Bist du sicher, dass das wahr ist?"

Dienstag, 20. September 2011

besser leben

Folgende Rezension fand ich im schweizerischen >Tagesanzeiger

«Anleitung für ein besseres Leben»

Von Nina MerliAktualisiert am 20.09.2011 
Die Forscherin Barbara L. Fredrickson hat die Macht der positiven Gefühle untersucht und eine wissenschaftliche Glücksformel erarbeitet – sogar der Dalai Lama ist beeindruckt.»
Dies ist der Titel aus einer Buchrezension des TagesAnzeigers von heute.  Hier der Link zum kompletten Artikel:

Freitag, 16. September 2011

Vorurteile

Ein Kommentar zu meinem letzten Post hat mich veranlasst, mir zu überlegen, was eigentlich Vorurteile im Verständnis dessen, der sie hat, sind. Lexika erklären ja nur den Begriff an sich - von "außen" gesehen.

Gibt es denn Menschen, die zugeben, Vorurteile zu haben? Kaum. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: derjenige, der sie hat,  ist sich dessen nicht bewusst. Sondern er ist überzeugt, dasjenige, worum es geht, zu "wissen". Und kommt deshalb gar nicht auf die Idee, nachzufragen.


Oder sehe ich das falsch?

Samstag, 10. September 2011

Kopftuch(miss)verständnis

Nachdem nun die Polemik um dieses Stück Stoff nicht abbricht - im Gegenteil - will ich doch auch noch einmal meinen Senf dazu geben. Und versuchen, ein wenig Verständnis für Nichtmuslime zu wecken.

Mittwoch, 7. September 2011

Doppelleben?

Nun schreibe ich hier seit einem halben Jahr, was mir so durch den Kopf geht, den Islam betreffend. Mein "anderes" Leben halte ich aus Diskretionsgründen weitgehend raus. Halte ich auch mein "muslimisches Leben" aus dem "anderen" raus? Zwar ist es nicht beabsichtigt, aber irgendwie läuft es darauf hinaus, wenn ich den immer gleichen Einwänden und  Diskussionen ausweichen will. Auch wenn inzwischen alle hier meinen Glauben akzeptieren und respektieren  - eine gewisse Missbilligung bleibt, ein gewisses Misstrauen und auch ein wenig Mitleid vielleicht, und die gängigen Vorurteile gegen Religionen im Allgemeinen und gegen den Islam im Speziellen sind zum Teil sehr hartnäckig.

Freitag, 2. September 2011

Verrückt. Oder: Zum ersten Mal.

Vor Jahren sah ich einmal einen Dokumentarfilm über einen Mann, der eine Art von Amnesie erlitt, die bewirkte, dass er in kurzen Abständen immer wieder den Eindruck hatte: "erst jetzt bin ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig bewusst. Zum ersten Mal nehme ich bewusst wahr, dass ich bin und was ich bin und was um mich herum ist und geschieht". Er war jedes Mal ganz euphorisch und freute sich, seine Frau zum ersten Mal bewusst wahrzunehmen...


Ich war fasziniert von dem Gedanken, bewusst wahrzunehmen, wie man Bewusstsein erlangt - normalerweise, so stellt es sich meinem Laienverstand dar, bildet sich das Bewusstsein seiner selbst und seiner Umgebung im Menschen langsam heran, ohne dass er sich dessen bewusst ist ....

Freitag, 26. August 2011

Tränen

Viele denken, Religion sei eine Flucht, eine Flucht vor den Problemen in eine rosa "Friede-Freude-Eierkuchen"-Welt, aber so einfach ist das nicht.


Nein, meine Religion löst  mir keine Probleme. Aber sie hilft mir, sie zu tragen und an einen verborgenen Sinn zu glauben und auf Lösung zu hoffen - so Gott will. Auch hätte mir früher der Spruch: "ich bete für dich"  nur ein mitleidiges Lächeln entlockt, aber heute tut es mir gut zu wissen, dass das nicht nur eine Floskel ist, dass Leute das nicht nur sagen, sondern tatsächlich tun. Und auch das löst die Probleme nicht, aber  es verstärkt die Hoffnung, und ich fühle mich nicht mehr so allein mit ihnen.

Und noch etwas: mich hat das Gebet das Weinen gelehrt. Sei es aus Freude, aus Ergriffenheit oder aus Trauer. Und auch Tränen bringen  Erleichterung.



Also gewiß, mit der Erschwernis ist Erleichterung, (5) gewiß, mit der Erschwernis ist Erleichterung. (6) Sure 94, As-Sharh

Samstag, 20. August 2011

angekommen

Jetzt, wo ich langsam meinen Platz finde in dieser Religion, die rosa Brille abgelegt habe, mich nicht mehr ins Bockshorn jagen lasse, weder von  vorwurfsvollen Haram-Rufern, noch von Koranweichspülern, und schon gar nicht von Islamgegnern, jetzt, wo mein Umfeld Gott sei Dank meine Veränderung weitestgehend zwar nicht versteht jedoch so gut es geht akzeptiert, respektiert und zum Teil sogar unterstützt (danke!), kehrt Ruhe ein.  Natürlich bin ich  nach wie vor hier ein wenig allein  - fremd - mit meinem Glauben, und  der positive Austausch darüber kann deshalb fast nur übers Internet stattfinden (auch hier: danke!). Trotzdem - auch wenn  das wieder für alle, die den Begriff "Islam" mit "fremder Kultur" gleichsetzen, seltsam klingen mag: Das Gefühl, das am besten zusammenfasst, was ich im Islam empfinde  ist das Gefühl...

...endlich zu hause angekommen zu sein



Dienstag, 16. August 2011

sind Sie Christin?

Stell dir mal vor, du bist Marokkanerin und Christin und machst Ferien in einem  in einem christlichen Land - vielleicht in Schweden. Da du angezogen bist wie die Schwedinnen, helle Haut hast und helle Haare, wirst du von den Einheimischen für eine der ihren gehalten. Natürlich merken sie, sobald du den Mund aufmachst,  dass du Ausländerin bist. Und nun ergibt sich dieses Gespräch:

Dienstag, 9. August 2011

Was ich nicht weiss...

Was ich nicht weiß, kann ich nicht glauben. Das war ein halbes Jahrhundert lang meine Prämisse*). Deshalb waren mir alle Religionen suspekt. Und die Religiösen auch irgendwie - denn ihnen gelang etwas, das ich nicht nachvollziehen konnte. Also legte ich sie unter "etwas naiv" ab - um mich nicht damit auseinandersetzen zu müssen und mich überlegen fühlen zu können.

Mittwoch, 3. August 2011

Fasten

Ich möchte an dieser Stelle jedem Nicht-Muslim wärmstens ans Herz legen, nur mal einen einzigen Tag lang so zu fasten, wie wir das im Ramadan tun:

(Das bedeutet, zwischen 05.01 und 20.40 Uhr*  gar nichts zu essen und zu trinken, nicht zu vergleichen mit Diäten oder Heilfasten)

Samstag, 30. Juli 2011

Donnerstag, 28. Juli 2011

überempfindliche Konvertitin?

Trotz Unkenrufen aus den eigenen Reihen, Muslime dürften jetzt nicht beleidigte Leberwurst spielen (weil sie wie üblich im ersten Moment in allen Medien ganz selbstverständlich als die Attentäter von Norwegen gehandelt wurden) sondern sollten sich mit den Opfern in Norwegen solidarisieren (richtig)  und schweigen (falsch)  - wage ich es, mich weiter aufzuregen (s. "Oslo und so").

Samstag, 23. Juli 2011

Oslo und so - Islam in den Medien

Dass man der Presse nicht alles  glauben kann, wusste ich schon lange (s. „verstörend“). Dass die Diffamierung des Islam System hat, wollte ich lange nicht glauben. Liess mir suggerieren, es handele sich um Verschwörungstheorien (auch so ein Wort, mit dem die sogenannt „seriöse Presse“ jedes Nachhaken zu gewissen Themen im Keim erstickt weil lächerlich macht). Und war der Ansicht, dass es z.T. die Schuld der Muslime selber sei, dass ihre Religion einen so schlechten Ruf hätte - weil es eben so viele Terroristen und Extremisten unter ihnen gäbe.

Jetzt habe ich meine Meinung geändert. Die Berichterstattung über das furchtbare Attentat in Oslo sowie die entsprechenden Politiker-Reaktionen,  und vor allem auch  ein Zeitungsbericht haben mich endgültig überzeugt. 

 Zu Oslo brauche ich keine Extra-Worte zu verlieren, das haben alle mitgekriegt. Der Zeitungsartikel stammt aus  http://derstandard.at/1302745612607/249-Terroranschlaege-im-Jahr-2010

und dies ist die Schlagzeile des entsprechenden Berichts:

«249 Terroranschläge im Jahr 2010
19. April 2011 16:24

Europol-Jahresbericht: Rückgang von 21,2 Prozent - Insgesamt sieben Tote - Nur drei Anschläge mit islamistischem Hintergrund»

Der ganze Artikel ist unter obenerwähntem Link nachzulesen. Erstaunlich - oder eben nicht - ist doch auch, dass dieser Jahresbericht in anderen Medien wenn überhaupt dann wahrscheinlich unter "ferner liefen" erwähnt wurde - auf jeden Fall hier in Portugal habe ich nichts darüber gelesen und auch nicht in den deutschsprachigen  Online-Tageszeitungen, die ich gelegentlich lese. Wie wären wohl die Medien mit einem umgekehrten Resultat umgegangen???