Montag, 28. Mai 2012

"Haben"

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den alten deutschen Schwarzweissfilm mit der wunderbaren Therese Giehse, wo sie als bösartige, giftmischende Hebamme im Film "HABEN"  um den Tisch herum marschiert, immer wieder, die Hände auf dem Rücken verschränkt, leicht nach vorne gebeugt, und mit stierem Blick gierig vor sich hin sagt: Haben. Haben. Haben! Haben! Ich habe den Film als Kind gesehen, er hat mich schwer beeindruckt  und diese Szene habe ich nie wieder vergessen.

Freitag, 18. Mai 2012

Imageproblem

Imageproblem, oder «Das Bild vom bösen Islam und meine bunte muslimische Welt» ist der Titel des Buches einer deutschen Muslima, Anja Hilscher, die mich gebeten hat, das Buch hier kurz zu besprechen. Was ich, dank der portugiesischen Post mit etwas Verspätung, gerne tue.
 
Ich kann mich gerade nicht entscheiden, was nun erfrischender ist. Die eisgekühlte Limonade aus eigenen Zitronen, mit Minze und Stevia aus dem Garten, oder der Sprung ins kühle Nass dahinter, oder dieses Buch...

Auf witzige Art, herrlich unverkrampft und mit «rustikalem Humor» (nach ihrer eigenen Einschätzung ;)) erzählt uns Anja Hilscher zum Beispiel, was die Scharia mit einer mittelalterlichen Landkarte oder der Koran mit einem Kochbuch zu tun haben (können), was  «echte» und «unechte» «Kopftuchfrauen» so für Vorurteile haben, wie anregend Punktesammeln sein kann...

...und mehr sage ich nicht. Ich möchte das Buch nämlich, um eine Wortkreation Anjas zu benutzen, nicht «auseinanderdröseln». Lest es einfach!


PS: Es wäre wirklich zu wünschen, das Buch könnte einigen Menschen zu einem etwas entspannteren Verhältnis zum Islam verhelfen. InschaAllah.

Donnerstag, 3. Mai 2012

peinlich


Könnt ihr euch vorstellen, dass mir am Anfang eure Kommentare peinlich waren? "MaschaAllah", "SubhanAllah", "Möge Allah t. dich beschützen" und solche Sachen?


Weil ich genau wusste, wie sie auf Menschen, die so ticken wie ich, bevor ich zum Islam kam, wirken. Es war mir ja schon peinlich, zuzugeben, dass ich plötzlich religiös geworden war. Weil ich genau wusste, wie das auf  Menschen, die so ticken wie ich damals, wirkt. Es war mir noch viel peinlicher, zuzugeben, dass meine Religion der Islam ist. Weil ich genau wusste, wie das auf Menschen, die so ticken wie ich damals, wirkt.