Montag, 29. April 2013

liebe ♥

"Ich liebe dich für Allah". Das ist ein sehr beliebter Spruch auf fb, gerne in Verbindung mit fotoshopversüßten Blumenaufnahmen, so von "uchti" zu "uchti" *).

Sicher lieb gemeint. Richtig ernst nehmen kann ich es indessen nicht. Vor allem, wenn auf dem Foto so gegen 100 "uchtis" 'markiert' sind und ich die Urheberin nicht oder kaum kenne. 

Samstag, 27. April 2013

High Tech Koran - und Arabisch VI

Als mir das Teil in der Taibah Universität in Medina, wo ich für einen kleinen Gastvortrag eingeladen war (nein nein, nicht auf arabisch - ich hatte eine tolle Übersetzerin!!) geschenkt wurde, dachte ich "na ja, so eine Spielerei, nix für mich, hab keine Lust, auch das noch zu lernen, schließlich habe ich ja all die fabelhaften Programme im Internet".

Weil es mir aber keine Ruhe ließ und ich mindestens mal sehen wollte, wie es geht, ließ ich mich drauf ein. Es war kinderleicht. Und ich bin begeistert!!!

Donnerstag, 25. April 2013

Rawda

Von einer denkwürdigen Führung muss ich euch noch erzählen. Ich wollte nämlich wie jeder Muslim, der nach Medina kommt, die »Rawda« (teils wird auch Rauda geschrieben, wer mehr wissen möchte klickt auf den Link), unter der grünen Kuppel im ältesten Bereich der Moschee des Propheten besuchen. Gegen Ende meines Aufenthaltes sollte dieser Besuch stattfinden, und dazu war ein Treffen mit einer Frau vereinbart, die mich führen sollte.

Umm M. kam mit etwas Verspätung: eine ganz kleine, ganz alte (jaja, noch älter als ich!  :) ) zierliche Frau mit einem reizenden zahnlosen Lächeln, und ich wurde ihr sogleich übergeben.

Montag, 22. April 2013

Palmen und Berge

Hier nun noch die versprochenen Bilder vom Ausflug in die Umgebung von Medina, eine gute Stunde Autofahrt ausserhalb der Stadt, wo viele wohlhabende Saudis Dattelplantagen betreiben. Wir waren in einer Bio-Pflanzung, deren Besitzer - den ich nicht zu Gesicht bekam - seine zwei Gärten selber hegt und pflegt (natürlich nicht alleine) und  jedes Jahr zu Ramadan Tonnen von Datteln verschenkt.

Fahrt durch die steinige, unwirtliche Wüste
Überall diese dürren Büsche, überzogen von einer Art Spinnweben 

Freitag, 19. April 2013

KSA. Kommentar-Kommentar.



Statt zu jeder Antwort resp. Frage, die im Blog selbst und auf fb eingestellt wurden,   einzeln Stellung zu nehmen, hier ein Kommentar zu den Kommentaren betreffend Saudiarabien, insbesondere zum Beitrag »arme arme Saudifrauen«.

Dienstag, 16. April 2013

von heim nach heim

Vor  4 Wochen bin ich aufgebrochen, ziemlich ahnungslos, wenn auch ganz vertrauensvoll und ohne Bedenken, aufgebrochen ins Unbekannte. Jetzt fahre ich zurück. Voll von Eindrücken, Erlebnissen, unglaublichen Zuneigungsbeweisen von eben noch fremden Menschen. Das Herz voller Wärme. Die Koffer voller Geschenke. Die www-Umma hat sich in Fleisch und Blut verwandelt und vergrößert und mich wie selbstverständlich als Familienmitglied aufgenommen. Ich weiß gar nicht, wie ich allen genug danken kann, mir fehlen die Worte, nicht nur die arabischen. Möge Allah sie alle reichlich belohnen, hier und am anderen Ort. Ganz besonders meine Gastfamilie, sie hat mich wirklich "adoptiert", wir sind so vertraut miteinander, als ob wir uns alle schon ewig kennen würden. Seelenverwandt.

Montag, 15. April 2013

arme arme Saudifrau


Ja, diese arme arme unterdrückte saudische Frau. Nicht einmal Autofahren darf sie.

Das finden sie zwar glaube ich auch nicht so gut, die saudischen Frauen, die ich  kennen gelernt habe. Andererseits... selbst die Ausländerinnen, die einen Führerschein haben und eigentlich sehr gerne am Steuer sitzen, möchten in diesem Chaos hier wirklich lieber nicht fahren müssen ;). Zuerst dachte ich zwar, man(n) würde besser die Frauen ans Steuer lassen und es den Männern verbieten, dann wäre der Verkehr bestimmt reibungsloser, etwas leiser (hier wird gehupt was das Zeug hält) und viel weniger gefährlich. Bis ich auf dem Universitätsgelände mit einer Art Golfwägelchen herumkutschiert wurde - von einer Frau. Seeehr abenteuerlicher kurzer Ausflug...;). Fazit: Da lässt frau sich dann doch lieber ein wenig unterdrücken. 

Donnerstag, 11. April 2013

Sonntag, 7. April 2013

Mekka!

Von der Umra selbst werde ich nichts erzählen. Sie gehört nur mir. Besser gesagt, sie gehört nur Ihm. Ich werde sie nicht zerreden. Was es ist, weiß jeder Muslim und jede Muslimin und alle anderen können  Sheikh Google fragen, dann wissen sie es auch. Wie es ist - das muss man selber erleben.

Gerne zeige ich euch dafür mein schönstes Bild von der Kaaba:

Freitag, 5. April 2013

Von Medina nach Mekka.

Alhamdulillah hat mir meine Gastfamilie ermöglicht, die Umra-Fahrt nach Mekka vormittags zu erleben, so konnte ich mir ein Bild machen von der kargen Wüste, die der Gesandte s.a.w.s. damals mit seinen Gefährten auf der Hidschra in umgekehrter Richtung durchwanderte. Es ist schon sehr eindrücklich, wenn man sieht, aus was für einer unwirtlichen Gegend sich der Islam verbreitet hat. Es ist, selbst wenn man nicht an die Göttlichkeit der Botschaft des Koran glauben will,  einfach unsinnig, zu denken, dass ein paar Wüstenbewohner ganz alleine eine von ihrem Anführer, einem Analphabeten, "erfundene" Religion, innert kürzester Zeit in die ganze Welt hinaus tragen konnten, eine Religion, die ja schon den wahrscheinlich ganz ihrer Umgebung entsprechend eher harten und ablehnenden und ziemlich barbarischen Wüstenbewohnern fast Unmenschliches abverlangte.  Da ist es doch weniger absurd und viel naheliegender, zu glauben, dass der Plan einer höheren Macht, der höchsten Macht, dahinter steht. Derjenigen Macht, die von sich selber sagt:


Allah gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde und das, was in ihnen ist. 
Und Er hat zu allem die Macht. (5: 120)

Ein paar Fotos von der Fahrt von Medina nach Mekka: