Sonntag, 7. April 2013

Mekka!

Von der Umra selbst werde ich nichts erzählen. Sie gehört nur mir. Besser gesagt, sie gehört nur Ihm. Ich werde sie nicht zerreden. Was es ist, weiß jeder Muslim und jede Muslimin und alle anderen können  Sheikh Google fragen, dann wissen sie es auch. Wie es ist - das muss man selber erleben.

Gerne zeige ich euch dafür mein schönstes Bild von der Kaaba:



«Allah hat die Ka'ba, das geschützte Haus, zu einer Stätte des Gottesdienstes für die Menschen gemacht...»
(Al-Mā'ida: 97)


Wie es sonst so war in Mekka 

Der Ausblick aus meinem Hotelfenster. Jedes Mal, wenn ich nachts aufwachte, setzte ich mich kurz auf im Bett, um mich zu vergewissern, dass ich nicht vielleicht doch nur träume... Leider ist die Aufnahme mit den Menschenmassen, die  zu den Gebetszeiten auf der Straße da unten Richtung Haram strömen, nichts geworden. Es dürfte auch Nichtmuslime beeindrucken, wie schon um 4 Uhr früh die Gläubigen aus aller Welt, die ja zumeist von den Reisestrapazen längst völlig übermüdet sind, nichts lieber wollen als zur Moschee zu gelangen, um dort ihr Morgengebet in der Gemeinschaft  zu verrichten. SubhanAllah.



Hier kann man  ein wenig erahnen, wie viele es sind, die alle in die gleiche Richtung gehen. Und es gibt noch mehr Zugänge von anderen Seiten. Alles läuft ruhig und gesittet ab, auch wenn es natürlich ein paar Ausnahmen gibt, die es besonders eilig haben - oft solche, die befürchten, den Anschluss an ihre Gruppe zu verpassen.




Wenn man diese Menschenmassen sieht, fragt man sich natürlich schon: wie in aller Welt wird das dann zur Hadsch sein? Wenn es schon jetzt, in der "Nebensaison" so unfassbar viele Leute sind? Inscha-Allah werde ich das noch herausfinden. 

«Das erste (Gottes)haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist wahrlich dasjenige in Bakka, als ein gesegnetes (Haus) und eine Rechtleitung für die Weltenbewohner.»   (Āl 'Imrān: 96)

Ein seltener Anblick: ein paar leere Teppiche im Frauenteil. Dicht an dicht wird hier gebetet, geplaudert, geschlafen, Koran gelesen, Babys versorgt - alles ohne Hektik, in Ruhe. Es herrscht sogar zwischen den Gebeten trotz all der Geräusche von Kindern, trotz der vielen gemurmelten Koranlesungen und der gedämpften Unterhaltungen  eine ganz besondere Art von summender, vibrierender Stille. Wenn dann alle gemeinsam das Gebet verrichten und doch jede ganz allein vor ihrem Schöpfer steht, ist es  bis auf Kinderstimmen und Vogelgezwitscher und natürlich die Gebetsführung und wunderschönen Rezitationen des Imam ganz ruhig.

Hier eine schöne Innenansicht aus der Haram-Moschee




Zamzamwasser - Nichtmuslime bitte nachschlagen, das ist eine lange, interessante und schöne Geschichte um Abraham, seine Frau Hagar, ihrer beider Sohn Ismael und eine unversiegbare Quelle, die damals  dem kargen Wüstenboden entsprang und deren ganz besonderes Wasser man heute noch trinkt und in alle Welt hinaus mitnimmt.



Ja, der Uhrturm. Den sah ich auch vom Hotelzimmer aus. Er ist in Wirklichkeit schöner, weniger kitschig und meiner Meinung nach auch weniger überdimensional als es auf manchen Fotos scheint. Ich glaube, die Saudis sind ziemlich stolz auf ihn. Deshalb darf er natürlich in diesem Bericht nicht fehlen.

Eine Ansicht von Mekka, auch aus dem Hotelzimmer fotografiert - mascha Allah, ich hatte bestimmt die beste Aussicht von ganz Mekka ;). 


Es wird gebaut und gebaut, der Haram wird vergrößert, und rund herum werden alte Hotels dem Erdboden gleich gemacht und neue, höhere hochgezogen - um für die immer größer werdende Schar von Pilgern Platz zu schaffen. Leider stören die vielen Kräne und die angefangenen Bauten den Blick  auf den Haram schon ein wenig. Aber eigentlich nur tagsüber.




Zum Abschluss des Mekka-Aufenthaltes gab es einen kleinen Vorgeschmack auf die Hadsch... : Mina und Arafat.

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