Montag, 3. Juni 2013

"Bislang schauen wir lieber weg." Bis wann?

Alle Medien berichten ständig von der Gefahr, die vom Islam ausgeht. Von der Gefahr, die sich gegen den Islam richtet - davon spricht man kaum. Während die erstere medial hochgepusht und damit das neue Feindbild Islam immer mehr etabliert wird, aus welchen Gründen auch immer, spielt man die andere herunter, verharmlost sie, verschweigt sie.

Das folgende Video wurde im Jahr 2011 von der ARD ausgestrahlt.
Mir scheint, es ist irgendwie ungesehen verklungen, vergessen, untergegangen in dem ganzen "Angst vor dem Islam"-Getue. Die Seite PI hetzt immer noch, vermehrt gibt es Brand- und andere Anschläge auf Moscheen, immer häufiger werden Muslime auf offener Strasse angepöbelt.  Und weiterhin regt sich darüber keiner groß auf - klar, der böse Moslem bringt mehr Auflage und Einschaltquoten. Und neue Anhänger - dies erkennt man unter anderem an der steigenden Anzahl und sinkenden Hemmschwelle der unglaublich bösartigen Kommentare von Islamhassern bei allen Veröffentlichungen zum Thema Islam. 

"Angriffe auf Moscheen in Deutschland nehmen zu, das Interesse daran nicht", sagt Fabian Köhler in seinem Bericht  

»Bisher fließt nur Tierblut«  in der "neues Deutschland"

Und wenn nichtmuslimische LeserInnen bisher dachten, die übertreibt doch, die Chadidscha, dann sollen sie sich einfach mal den obigen Bericht durchlesen  und dieses Video anschauen:

"Bislang schauen wir lieber weg" - ist der letzte Satz aus dem Video. Bislang. Bis wann??




Kommentare:

  1. Ich wiederhole es noch einmal: es geht nicht um Religion als Glaube, sondern um Religion als Ideologie = also um Politik.
    Das Problem hier in Europa sind die Muslime (gilt ja nicht für alle), die hier islamische Theokratie einführen wollen.
    Wann erkennt ihr endlich den Unterschied???

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  2. @Anonym: Wenn Sie das so betrachten, gehören Sie offenbar zu der Gruppe von Mitmenschen, die sich einen gewissen Grad an Differenzierungsvermögen erhalten haben.
    Deshalb anstelle weiterer Einlassungen meinerseits zwei Literaturempfehlungen:
    1. "Die Identitätsfalle" von Amartya Sen, Cambridge-Professor und Wirtschaftsnobelpreisträger
    2. "Der islamische Weg nach Westen" von Olivier Roy, französischer Islamwissenschaftler

    Beide Werke sind für einen geringen Preis bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich.
    Ich denke, nach der Lektüre sollte deutlich geworden sein, warum "wir" auf die Anwürfe aus Politik und Gesellschaft zuweilen so "empfindlich" reagieren.




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  3. Danke für den Beitrag.
    In letzter Zeit habe ich wirklich das Gefühl, dass ich im Alltag deutlich offener und öfter angefeindet werde. Aber vielleicht bin ich im Moment auch einfach bisschen empfindlich. Schwer zu beurteilen für mich selber...

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