Montag, 15. Juli 2013

Ramadan: «Der DreiDrittelMagen»

Leider ist Ramadan zuweilen nicht nur ein Monat des Fastens sondern artet, so paradox es klingen mag,  manchmal in Völlerei aus. Weil manche am Abend und in der Nacht doppelt "nachholen", was sie tagsüber verpasst haben. Aber das ist nun wirklich nicht der Sinn der Sache. 

Denn im Grunde sollte der Muslim nicht nur im Ramadan maßvoll essen. Das beweist diese Überlieferung:



Abu Karima al-Miqdam ibn Ma'd Yakarib (r) berichtet, dass er den Propheten (s) folgendes sagen hörte: "Der Mensch füllt kein schlimmeres Gefäß als den eigenen Magen. Dem Sohn Adams genügen einige (wenige) Bissen, um ihn am Leben zu erhalten. Doch wenn es unbedingt sein soll, dann sollte er ein Drittel (des Magens) für das Essen, ein Drittel für das Trinken und ein Drittel (leer lassen und) für leichtes Atmen (zur Verfügung stellen)." (Tirmidhi, Riyad us-Salihin)

Eigentlich bringt dieser kurze, über 1400 Jahre alte Text viel moderne Erkenntnis über Ernährung auf den Punkt (von den positiven sozialen und wirtschaftlichen Aspekten solch vernünftigen Essverhaltens gar nicht zu reden). Ein Drittel Essen im Magen, ein Drittel Wasser und ein Drittel Leere zum Wohlfühlen. Wenn sich jeder daran halten würde, bräuchte es keine Diäten, keine Wunderpillen, kein Fettabsaugen und viel weniger Ärzte. Aber - der Mensch ist ja schwach erschaffen... (An-Nisa 28).

Wenn wir aber versuchen würden, uns wenigstens im Ramadan auch nachts ein wenig zu mäßigen, dann kann dieses Fasten gewissen Unkenrufen zum Trotz nicht nur für die spirituelle, gottesdienstliche, sondern auch für die physische und psychische Gesundheit viel positive Auswirkungen haben. Dazu habe ich folgenden lesenswerten Artikel gefunden:

Sich gesund fasten ! (http://denkerinnen.de/sich-gesund-fasten/)


Für mich selbst wünsche ich sehr, (Jahr für Jahr ;) ), dass es mir, so Gott will, gelingt, das im Ramadan Antrainierte hinterher wenigstens teilweise beizubehalten. 


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