Mittwoch, 30. Oktober 2013

Bismillah, Alhamdulillah. Und ein Apfel.

Bismillah. Im Namen Gottes. Mit dieser Formel beginnt ein(e) Muslim(in) idealerweise alles, was er/sie tut. Um sich immer daran zu erinnern, dass alles, was er/sie ist und hat und tut, nur ist und hat und tut, weil Gott es zulässt. Dadurch, dass wir sie in Seinem Namen für Ihn ausführen, wird jede noch so alltägliche Handlung zum Gottesdienst. Nebenbei steigert dieser bewusste Einstieg in alle Tätigkeiten ganz allgemein die Achtsamkeit, mit der wir durchs Leben gehen.

Eine weitere Wirkung dieses kurzen Innehaltens besteht darin, dass man, wenn man gerade etwas tun will, das Gott missfallen könnte, diese Formel unmöglich aussprechen kann. Wodurch man sich dann im besten Falle davon abhalten lässt, dieses Vorhaben durchzuführen. (Leider ist es in der Realität meist so, dass es einem bei solchen Gelegenheiten gar nicht erst einfällt, "Bismillah" zu sagen...)

Samstag, 26. Oktober 2013

Luxusapps?

Wie die Tiere verfügen wir Menschen über einen Körper mit all seinen lebenserhaltenden Funktionen. Auch unsere Sinne sind die gleichen: Wir hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen. Niemand, ob religiös, agnostisch oder atheistisch, wird abstreiten, dass jede dieser Funktionen einen ganz bestimmten Zweck erfüllt.

Was uns nun von den Tieren unterscheidet, ist das ausgeprägte Bewusstsein unserer selbst, dieser Sinne und ihrer Wahrnehmung. Was den Menschen ausmacht, ist seine Fähigkeit, diese verschiedenen Perzeptionen intellektuell zu verarbeiten, sie abzuspeichern, miteinander zu vernetzen, nach Bedarf abzurufen und weiterzuverwenden. Und wo ist hier der Zweck?

Samstag, 19. Oktober 2013

Fleisch


Beim  Verarbeiten meines diesjährigen Anteils von  >>"Allahs Lamm" überlegte ich mir, wie denn der Islam meinen Fleischkonsum verändert hat. 

Kurz vorweg: das allerletzte Fleisch des Opferlamms vom Vorjahr habe ich am Arafat-Tag gekocht. Ein Drittel Lamm hat also ein ganzes Jahr gereicht. 

Dabei mochte ich Fleisch immer sehr gerne. Auch und sogar insbesondere Schweinefleisch und Wurst - ach wie liebte ich die Mailänder Salami oder hier unsere Chouriço und all die vielen typisch portugiesischen Eintopfgerichte mit Fleisch und Wurst und Füßchen und Knochen - manchmal sogar im eigenen Blut gekocht... 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

fast bis nach Arafat....

mein Schatten - fast genau
Richtung Qibla
.......reicht mein Schatten ;). Ja, "mein" >>Arafat-Tag: Nach Asr (Nachmittagsgebet) bin ich losgezogen, ohne Handy, zur Küste. Habe mir einen schönen, einsamen Platz gesucht und dort die Zeit bis zum Sonnenuntergang in Seinem Gedenken verbracht. Zwischendurch schoss ich ein paar Fotos und fühlte mich durch den Gedanken, dass ich sie nachher mit euch teilen kann, mit euch verbunden. Damit ich nicht ganz im Dunkeln zurück laufen musste, spazierte ich, als die Sonne ins Meer eintauchte, zurück Richtung Auto und suchte und fand einen ungestörten Platz für mein Iftar (Fastenbrechen) und das Maghrib Gebet (Abendgebet).

mein Plätzchen - mit Rückenlehne ;)
(ein alter Marineturm)



Montag, 7. Oktober 2013

Einsichten, Auswirkungen und ein Hinweis

Aufmerksame Leser haben registriert, dass die Beiträge hier in letzter Zeit etwas rarer geworden sind.

Ein Grund dafür ist, dass ich gerade dabei bin, mich im Rahmen eines Projektes durch die alten Artikel zu lesen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mich recht oft wiederhole, insbesondere, wenn es um das gegenseitige (Un-)Verständnis zwischen Nicht-Muslimen und Muslimen und um den Umgang der Gläubigen miteinander geht. Das ist nicht weiter verwunderlich: Die Polemiken in Medien, in sozialen Netzwerken und im richtigen Leben bleiben ja in etwa - leider - auch immer die gleichen. Wär schön, wenn der eine oder andere Artikel dazu beigetragen hätte, ein paar Vorurteile abzutragen. Aber ich möchte nicht allzu oft wiederkäuen und habe mir vorgenommen, ein wenig besser darauf zu achten. Das schränkt natürlich die Themenwahl etwas ein.