Montag, 29. Dezember 2014

falsches Bild

Da muss unbedingt mal etwas klargestellt werden.

Dieser Blog ist zwar u. a. eine Art Tagebuch, in dem ich mich mit meinem Glauben auseinandersetze und erzähle, wie ich damit lebe, an einem Ort ohne muslimischen Anschluss und inmitten von Menschen, die meine Konversion - milde ausgedrückt - befremdlich finden.

Aber ein richtiges Tagebuch ist es nicht, denn ganz bewusst behalte ich gewisse Dinge für mich. Private, natürlich, aber auch Glaubensdinge. Zum Beispiel solche, die ich (noch) nicht recht verstehe oder bei denen ich unsicher bin. Wie genau meine "Verbiegungen" aussehen. Auch, inwiefern ich mich vom "Mainstream-Islam" (was immer man darunter versteht) in welche Richtung entferne - denn wenn ich etwas nicht mag, ist es, schubladisiert zu werden. Vor allem aber posaune ich meine Verfehlungen nicht hinaus - da halte ich mich an diese Überlieferung:

Jeder in meiner Umma darf mit der Vergebung seiner Sünden rechnen, 
mit Ausnahme derjenigen, die ihre Sünden kund tun. (Abû Huraira, Buchari) 

Dadurch entstand aber offensichtlich ein falsches, viel zu positives Bild von mir - Enttäuschungen vorprogrammiert.

Liebe LeserInnen - ich habe ganz viele Baustellen, charakterliche und religiöse. Baustellen, an denen ich arbeite. Die ich mir manchmal schöndenke. Manchmal sogar zeitweilig zurechtgoogle. Die ich im Großen und Ganzen aber zu eliminieren versuche, mit Gottes Hilfe. Und mit Zeit. (Hoffentlich nicht >23 Jahre...)

Liebe LeserInnen - ich bin in Glaubensdingen auch keineswegs so sicher, wie es vielleicht im Blog zuweilen den Anschein macht, ich weiß ja z. B. nicht einmal, ob ich nicht viel zu wenig tue, denn

Allahs Gesandter (s.a.s) hat gesagt: „Allah spricht: ´Nichts, wodurch Mein Diener sich mir nähert, ist mir lieber, als was ich ihm als Pflicht auferlegte. Doch Mein Diener hört nicht auf, sich Mir durch freiwilliges Tun zu nähern, bis ich ihn (dafür) liebe. Und wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Ohr, mit dem er hört, und sein Auge, mit dem er sieht, seine Hand, mit der er etwas greift, und sein Fuß, mit dem er geht.“ (Abu Huraira; Buchari)

oder ob ich es manchmal sogar übertreibe mit dem Gottesdienst, denn

Abu Huraira (r) überliefert, dass der Prophet (s.a.s.) gesagt hat: "Dieser Glaube ist gewiss einfach. Kein Mensch soll sich in Extremen verlieren, was die Angelegenheiten des Glaubens anbelangt, sonst wird ihn die Religion überwältigen. Darum übertreibt nicht und untertreibt nicht, und seid damit zufrieden und sucht Allahs Hilfe im Gebet am Morgen und Abend und im letzten Teil der Nacht." (Buchari)

Aber weil ich so gerne möchte, dass Er mein Ohr ist, mit dem ich höre, und mein Auge, mit dem ich sehe, meine Hand, mit der ich greife und mein Fuß, mit dem ich gehe, bemühe ich mich, mich jeden Tag aufs Neue zu bemühen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ohnmacht. Ohne Macht.

Gestern Abend hat  eine junge Landsmännin (die ich übrigens persönlich kennen lernen durfte, und zwar nicht etwa in der Schweiz, sondern in der Prophetenmoschee in Medina!), auf Facebook folgenden eindrücklichen Text geteilt, mit dem sie vielen Muslimen und Musliminnen aus dem Herzen spricht.

Dahbia sagt: "Zu schweigen ist schwierig, aber die richtigen Worte zu finden, ist manchmal noch schwieriger." Man kann es auch umdrehen: Die richtigen Worte zu finden, ist schwierig - aber zu schweigen, ist manchmal noch schwieriger.

Ich finde, Dahbia hat richtige Worte gefunden. Lest selbst:

Dienstag, 28. Oktober 2014

Kompromisstuch ade!

"Da gibt es noch eine 'optische' Veränderung", habe ich im letzten Artikel geschrieben ... 

Relativ kurz nach meiner Konvertierung stellte ich fest, dass das Thema Kopftuch die Gemüter sowohl der Muslime als auch der sogenannten "Islamkritiker" unverhältnismäßig erregt. Mir ging das ein wenig auf die Nerven - man kann doch eine Religion nicht auf ein Stück Stoff reduzieren! Immerhin ist Verschleiern  keine Säule des Islams, im Gegensatz zum Bekenntnis, zum Gebet, zur Zakat, zum Fasten und zum Hadsch. 

Ich konnte mich dem Thema natürlich nicht entziehen, und so habe ich dazu u. a. folgende Artikel veröffentlicht, zu denen ich auch heute noch stehe:

Samstag, 25. Oktober 2014

Mein Hadsch zweiter Teil. Innenschau.

Dann will ich jetzt also nach der ">>Außenansicht" versuchen, eine Idee zu vermitteln über die inneren Dimensionen meines Hadsch - ohne dabei meine Seele zu sehr zu exponieren und ohne spirituelle Momente zu "zerschreiben",

Die (Zeit der) Pilgerfahrt (sind) bekannte Monate. Wer in ihnen die (Durchführung der) Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt.... (Al-Baqara: 197)

...und nicht Streit führen... Gar nicht so einfach, wenn praktisch jeder einzelne Pilger durch die körperlichen Strapazen und den Schlafentzug oft auch psychisch am Anschlag ist. Und man inmitten der Menge einen heißen, trockenen Hauch von "jenem Tag" spürt, dem Tag, wo man ganz allein vor dem Schöpfer stehen wird -  jedermann von ihnen wird an jenem Tag eine Angelegenheit haben, die ihn beschäftigt. ('Abasa: 37) - an dem "Tag, da keine Seele für eine (andere) Seele etwas (auszurichten) vermag..."  (Al-Infitār: 19). Doch mit ganz wenigen Ausnahmen reißen sich alle zusammen, helfen einander, wo sie können, manchmal kann man einem erst genervten Gesichtsausdruck, der sich plötzlich in ein freundliches Lächeln verwandelt, die Bemühung direkt ablesen. Insgesamt überwiegen die fröhlichen Gesichter bei weitem - selbst in den unangenehmsten Situationen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Mein Hadsch erster Teil: Außenansicht.

Um den Rahmen des Blogs mit einem allzulangen Beitrag nicht zu sprengen, will ich den Bericht über den Hadsch aufteilen und erst mal ein wenig über den äußeren Ablauf berichten, um in einem gesonderten Artikel auf die physischen, emotionalen und vielleicht, wenn ich die rechten Worte finde, auch ein wenig auf die spirituellen Aspekte dieser unglaublichen Reise einzugehen.

Bitte erwartet keine ausführlichen Angaben, wie so eine Pilgerfahrt von statten geht - dazu gibt es Info-Seiten und Literatur und auch das vor der Abreise gepostete Video mag einen Eindruck vermitteln. Ich werde in diesem ersten Teil auf allzuviel Text verzichten und statt dessen ein paar Bilder zeigen, sie sagen mehr als Worte. Wer die gewohnte Qualität meiner Fotos vermisst: Ich habe mich ja nicht auf den Weg gemacht mit dem Vorsatz, Material für eine Fotoreportage zu sammeln, sondern wollte mich auf das Wesentliche konzentrieren: Die Hinwendung zu Gott. Meine Kamera habe ich deshalb zuhause gelassen und nur mit dem Handy ein paar Aufnahmen gemacht.

Freitag, 17. Oktober 2014

so halb zurück

As salâmu alaykum wa rahmatullâhi wa barkâtuh


Liebe Leserinnen und Leser

Ich bin zurück, jedenfalls so halb. Zurück vom Hadsch. Nach einer sehr langen Reise mit Zwischenstationen in Genf und Lissabon kam ich gestern in der Algarve an. Inklusive obligater Bronchitis, und es gibt da auch einiges an Schlaf, das nachgeholt werden muss.

Aber vor allem brauche ich etwas Zeit zur Sortierung meines aufgewühlten Innenlebens, bis ich hier über den beschreibbaren Teil dieser absolut einzigartigen Erfahrung berichten kann.

Deshalb: Bis bald, inschaAllah!

eure Chadidscha

Montag, 15. September 2014

Haddsch - Hadsch - Hajj - Haj - Ḥaǧǧ - ‏حج *)

Hab ich gestern erhalten: das Visum
Kürzlich habe ich angetönt, dass eine Reise ansteht. Bald ist es soweit Es ist eine besondere Reise. Die Reise meines Lebens.

Manche nichtmuslimische Leser werden sagen: Du warst doch schon in Mekka! Ja, stimmt, aber nicht zum Haddsch*), damals habe ich die "kleine Pilgerfahrt"*) gemacht. Ich habe darüber unter dem Label "Umra" berichtet. 

Mittwoch, 10. September 2014

morgens um sieben

Morgens um sieben ist die Welt.... einfach schön!
(mein heutiger morgendlicher Walk an der Küste zwischen Carvoeiro und Ferragudo, Algarve, Portugal)

Mittwoch, 3. September 2014

Abgelehnt.

Heute möchte ich einmal auf die zahlreichen Zuschriften von Leser/Innen bezüglich ihre Erfahrungen mit der nicht-muslimischen Familie eingehen. Es ist nämlich absolut erschreckend, wie viele Konvertierte mit der Ablehnung durch ihre Familien zu kämpfen haben.


Als ich mich selbst damals vor 4 Jahren als Muslimin "outete" (schon dass dieser Begriff so gut passt, nimmt vorweg, was ich in diesem Beitrag zu sagen habe...) war mir bewusst, dass ich mit dieser Entscheidung anecken, auf Unverständnis stoßen würde. Es war klar, dass man sich um mich Sorgen machen würde - wie man sich halt Sorgen macht, wenn ein Angehöriger plötzlich Mitglied einer "Sekte" wird (worunter religiös etwas aktivere Gruppierungen, die nicht dem eigenen Glauben (oder Nicht-Glauben) entsprechen, im allgemeinen eingeordnet werden). Man würde glauben, ich sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden und man würde mich finanziell ausbeuten, ausnützen und der Familie entfremden.

Mittwoch, 27. August 2014

JUST WANNA SCREAM

I usually don't publish in English as it is, I confess, not my number one language. But this time I make an exception because I feel it is important that Muslims all over the world scream out what they feel about IS. So I translated the following text, originally in German, into English and hope it will be shared so people see it is not true that Muslims dont protest against cruelty committed in the name of their religion.

Samstag, 23. August 2014

ICH MÖCHTE SCHREIEN!

ja
mir ist übel
von dem
was da im
namen des islam
im namen meiner religion
getan wird
von leuten
fanatischen
verblendeten
fehlgeleiteten
die sich für fromm halten
für korantreu
für "Allahs kämpfer"
übel
MIR IST ÜBEL
ICH MÖCHTE SCHREIEN
wie in aller welt
kommen menschen dazu
(menschen?)
die sich muslime nennen!
anders-
und nicht ganz gleich-gläubige
zu vertreiben
zu köpfen
zu schlachten
auch noch
damit zu prahlen
wie furchtbar
WIE FURCHTBAR!
ich schäme mich
weine
ICH MÖCHTE SCHREIEN
hilflos

ja, es ist einfach zu sagen
„das hat nichts mit islam zu tun
was die da machen“
wenn die doch hingehen
und behaupten
sie täten
was sie tun
im namen des islam
trotzdem:
es ist so
es hat nichts
mit islam zu tun!
nur mit grausamkeit
mit verblendetheit
mit blindheit
mit dummheit
schlimme krankheit
ist in ihren
herzen


Unter den Menschen gibt es manche, die sagen: "Wir glauben an Gott und an den Jüngsten Tag", doch sind sie nicht gläubig. (8) Sie möchten Gott und diejenigen, die glauben, betrügen. Aber sie betrügen nur sich selbst, ohne zu merken. (9) In ihren Herzen ist Krankheit, und da hat Gott  ihnen die Krankheit noch gemehrt. Für sie wird es schmerzhafte Strafe dafür geben, dass sie zu lügen pflegten. (10) Und wenn man zu ihnen sagt: "Stiftet nicht Unheil auf der Erde!" sagen sie: "Wir sind ja nur Heilstifter". (11) (Sure Al Baqara)

Viele muslimische Stimmen gegen Isis <HIER

26. August 2014: Nachtrag:

Inzwischen wurde dieser Text auf fb unzählige Male geteilt und wieder geteilt  - 
nicht zuletzt weil jemand, dem man mehr Beachtung schenkt als mir, das Gedicht in seinen Status aufgenommen hat. 

Ich finde es toll, dass der Aufschrei weiter geht, dass so viele mitschreien und dadurch helfen, dafür zu sorgen, dass wahrgenommen wird, dass Muslime sich sehr wohl von solchen Extremisten distanzieren. Hört nicht auf, schreit weiter, indem ihr diesen Post "liked", teilt, verlinkt, verbreitet. Gerne mit Quellenangabe


>>>Englische Variante hier: english version: JUST WANNA SCREAM.
>>>Portugiesische Variante hier: Versão portuguesa: SÓ ME APETECE É GRITAR 

Montag, 18. August 2014

Muslime gegen IS(IS). Oder: Teufelskreis.

Wenn fehlgeleitete Muslime im Namen des Islam Gräueltaten verüben, so gehört das an den Pranger und es ist gut und richtig, dass darüber berichtet wird.

Wenn aber einzelne Fanatiker mit Extremisten sympathisieren und dies in der Presse so dargestellt wird, als ob es "die Muslime" wären, ist das nicht gut und richtig, sondern vermittelt ein falsches Bild.

Donnerstag, 14. August 2014

reden reden reden

Ich hatte Besuch, muslimischen, alhamdulillah, und endlich konnte ich mal reden reden reden, musste nach- und vorholen und hatte keine Zeit für social networks, keine Zeit für Foren, keine Zeit zum Schreiben. 

Nach einem fliegenden Wechsel inklusive radikalem Kontrastprogramm bin ich weiterhin ziemlich beschäftigt - und wenn ich dann wieder allein bin, müssen die letzten Vorbereitungen zu einer ganz besonderen Reise getroffen werden. Wenn ich daran denke, wie nah sie schon ist, wird mir ganz flau im Magen. InschaAllah bald mehr dazu.

Weil ich wie gesagt nach wie vor recht ausgelastet bin, zeige ich euch - damit der Blog nicht allzu lange im Standby-Modus bleibt - einfach mal, an was für wunderbaren Orten in Gottes Schöpfung wir während den letzten zwei Wochen geredet haben - wir machten nämlich viele Ausflüge in meiner Algarve. Hier ein paar der schönsten Fotos:

Freitag, 25. Juli 2014

Mittwoch, 23. Juli 2014

es ist da

ich sitz so da
zwischen gebeten
und denk nach
über die himmel
über die erden
was wir sind
und was wir werden

ich sitz so da
zwischen gebeten
und denk nach
über Dich
wie groß Du bist
akbar
unermesslich
allumfassend
umfass mich!

umfass mich
und lass es mich
wieder spüren
bitte!

Euer Herr sagt:
"Ruft Mich an, so erhöre Ich euch."
(Ghāfir: 60)

Al-hamdu li-llah

und ausgerechnet heute morgen
sagt mein balkonblick
mach dir keine sorgen
auch wenn du das meer
mal nicht siehst
weißt du doch
dass es da ist


Dienstag, 22. Juli 2014

leicht

Nebenbei: In Sachen Müllentsorgung
ist die Algarve ziemlich vorbildlich.
Vor dem Ramadan veranstaltete ich in meinem Haus eine längst fällige Groß-Entrümpelung.

Man merkt den Einfluss des Islams in allen Lebensbereichen, selbst beim Aufräumen: Dinge sind einfach nicht mehr so wichtig. Plötzlich konnte ich mich ganz leicht von Sachen trennen, die ich seit über vierzig Jahren von Umzug zu Umzug - ja gar von der Schweiz nach Portugal! - mitschleppte. Mülltüte um Mülltüte trug ich zu den entsprechenden Containern. Brauchbares brachte ich zu einer wohltätigen Institution. Ein Versuch, das eine oder andere Teil auf dem Flohmarkt zu verticken, entpuppte sich als furchtbar anstrengend und kaum lohnend.

Als ich fertig war, fühlte ich mich leicht. Es war, als hätte ich mit all den Schränken, Schubladen, Kommoden und Abstellkammern auch mein Inneres aufgeräumt. 

Und als ich vor ein paar Tagen so meinen Blog ansah, fand ich, auch der hätte eine Entrümpelung dringend nötig. Schwer und beladen kam er mir vor. "Übermannend". Leicht sollte er werden. Leicht wie unser Islam:

Samstag, 19. Juli 2014

vergeudete Gaben

SubhanAllah: Ausgerechnet jetzt, wo ich einen ernsthaften Versuch (zugegebenermaßen nicht den ersten...) gestartet habe, meinem nicht nur umfangmäßig, sondern auch was die Festigkeit der Muskeln betrifft leider immer mehr aus den Fugen geratenden Körper etwas Gutes zu tun, kommt mir folgender Hadith, den ich so zum ersten Mal las, zu Hilfe:

Ibn Abbas (r.) berichtete, dass der Gesandte Allahs s.a.s. sagte: „Es gibt zwei Gaben, die viele Menschen vergeuden: Die  Gesundheit und die Freizeit.“ (Buchari)

Dienstag, 15. Juli 2014

geh spazieren!

Im Allgemeinen nehme ich gute Ratschläge gerne an (wirklich? Ich glaube fast, ich komme mir da gerade ein wenig auf die Schliche... noch eine Baustelle!). Auf jeden Fall: Wenn es um körperliche Ertüchtigung geht, höre ich "du solltest" gar nicht gern. Und in der Fastenzeit erst recht nicht - da halte ich es lieber nach einer Überlieferung über den Propheten s.a.s.:

Samstag, 28. Juni 2014

Ramadan mubarak. Und: Jetzt seid ihr dran!

Letztes Jahr habe ich während des ganzen Ramadan jeden Tag einen kleinen Beitrag veröffentlicht. Es war meine Art, meine Isolation als Muslimin aufzubrechen und ein wenig am Ramadan-Umma-Gefühl teilzuhaben. Die meisten Artikel sind allgemein gehalten und passen auch dieses Jahr wieder - wer sie noch nicht gelesen hat: Sie sind im Archiv ab 11. Juli 2013 zu finden, oder unter dem Label ">Ramadan 2013", hier allerdings in umgekehrter Reihenfolge. 

Dieses Mal kehre ich die Sache allerdings um. Ich bitte nämlich euch, liebe Leserinnen und Leser, hier möglichst jeden Tag einen kleinen Kommentar zu hinterlassen. Für alle, die alleine fasten - es gibt davon mehr als man denkt. Mich eingeschlossen - damit ich mich auch dieses Jahr als Teil einer Gemeinschaft fühlen kann, aber ohne den Druck, selbst schreiben zu müssen. Denn >wie gesagt läuft es im Moment nicht so gut, und Veröffentlichen um des Veröffentlichens willen ist nicht mein Ding.

Also, liebe Leser/Innen, spitzt eure Bleistifte, besser gesagt: Haut in die Tasten. Ideen, Tipps und Tricks zum Thema Ramadan/Fasten/Essen stelle ich mir vor, einen interessanten Link, einen schönen Hadith, ein Rezept, ein besonderes Ramadan-Erlebnis oder auch nur einen kleinen Gruß aus der weiten Welt hier in mein Arbeitszimmer hinein. Bitte haltet euch dabei so kurz wie möglich, keine Romane oder Abhandlungen, das würde den Rahmen sprengen. Und bitte bitte - tut es diesmal hier im Blog, nicht auf fb - denn die Facebook-Verweigerer sollen auch etwas davon haben. Es ist aber gut, wenn ihr dort den Link teilt, damit möglichst viele mitmachen können. Ich freue mich sehr auf eure Beteiligung an diesem Projekt, also enttäuscht mich nicht! Es ist ja auch eine Sadaqa, einsam fastenden Glaubensgeschwistern eine kleine Freude zu bereiten... Übrigens wäre es nett, wenn ihr dazu schreiben würdet, aus welcher Gegend dieses Planeten ihr euch meldet. 

Nebenbei erwähnt: Wer im Ramadan gerne etwas ">Handfestes" von mir lesen möchte, sei an mein >Buch erinnert. Es wäre vielleicht auch ein ganz nettes 'Id-Geschenk. Da müsste es allerdings frühzeitig >bestellt werden, die Lieferung dauert etwa 8 Tage - es tut mir leid, das ist der Nachteil von "print on demand". Das Porto kann man sich übrigens sparen, indem man das Buch nicht über Internet, sondern in einer Buchhandlung bestellt. 

So, und jetzt bleibt mir nur noch, euch allen einen schönen, erfolgreichen Ramadan zu wünschen. Wir wollen Gott bitten, uns zu helfen, das, was wir uns für diese gesegnete Zeit vorgenommen haben, auch umsetzen zu können, und unsere Bemühungen, so unvollkommen sie auch seien, anzunehmen.

Und hier noch der Link zu einem netten Beitrag, über den ich gerade gestolpert bin: 9 Ramadan-Tipps für Nicht-Muslime ;):
»Du hast bestimmt auch muslimische Arbeitskollegen, Mitschüler, Kommilitonen oder Freunde. In den kommenden vier Wochen werden sie Dir vermutlich etwas komisch vorkommen.« >weiterlesen
___________________________________________________________________


NACHTRAG:
Hier der Direktlink zu den von Shakir in einem der Kommentare geposteten Erinnerungen - lesenswert!: >Ramadan, ein Kind erzählt




(Umma = muslimische Gemeinschaft, Sadaqa = Spende, 'Id = Fest, hier ist das Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan gemeint, auf türkisch auch "Zuckerfest" genannt)

Donnerstag, 26. Juni 2014

ana muslimah

Heute genau vor 4 Jahren, es war ein sonniger Algarvesamstag, schrieb ich dem einzigen muslimischen Menschen, den ich bis dahin kannte, folgende E-mail:



Datum: 26. Juni 2010 18:48 
Betreff: ana muslimah
An: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sehr geehrter Herr xxxxxxxxxxxx
Vielen Dank für alles! Ich habe heute so gut ich's konnte Ghusl gemacht, dann das Bekenntnis gesprochen und dann - auch so gut ich's konnte - das Mittagsgebet verrichtet. Jetzt will ich auf die "Rechtleitung" vertrauen.
...
Al-hamdu-li-llah

In meinen Aufzeichnungen schrieb ich später: "Ein paar Tage lang lebte ich wie im Traum. "Ana Muslimah. Ana Muslimah." dachte, sagte und sang ich lächelnd vor mich hin, wie ein verliebter Teenager."

Es ist schön,  sich an dieses Gefühl zu erinnern, es zurück zu holen, es immer wieder zu erleben. Ana Muslimah!


الحمد لله
(ana muslimah = ich bin Muslima, Ghusl = rituelle Ganzkörperwaschung - Al-hamdu-li-llah = Gott sei Dank)

Montag, 16. Juni 2014

der weg das ziel? - von sinnleere und sinnlehre

Foto von I. T., Aargau, Schweiz (merci!)

für viele ist 
- wie damals für mich -
das leben 
ein weg 
an dessen ende 
nichts ist 
als 
nichts 

wie furchtbar!

der ganze weg
die ganzen mühen
fürs nichts?

du sagst
der weg
ist das ziel

mag sein
für dich vielleicht
privilegiert
behütet
ohne krieg
immer satt
schön angezogen
mit handy
karriere
kleinwagen
fußball
etwas kultur
und
sonnencreme

Montag, 9. Juni 2014

stückwerk

So. 

Nun ist es soweit. Ich weiß jetzt leider auch, was eine Schreibblockade ist. Themen wären zwar genug da, angefangene Beiträge auch, aber alles nur Stückwerk. Im Moment fließt es nicht, es kommt nichts Rundes dabei heraus.

InschaAllah geht es bald vorbei. Bis dahin bitte ich um Geduld.




Freitag, 30. Mai 2014

die Höhle

Heute zum Freitag stelle ich euch die Einführung von Muhammad Asad zur Sura 18, Al-Kahf, die Höhle, in seinem Werk "Die Botschaft des Koran" vor.

Montag, 5. Mai 2014

Liebesgebet

Schon bevor ich dieses überlieferte Gebet kannte, habe ich manchmal aus dem Bauch heraus - oder, islamischer ausgedrückt, aus dem Herzen heraus, etwas Ähnliches gebetet: "Bitte Allah, lass mich Deine Liebe zu mir spüren und meine Liebe zu Dir." Denn das war, das wusste ich intuitiv (oder "fitrativ"), die Essenz jenes Erlebnisses auf dem Balkon: Ich hatte Seine Liebe gespürt. Und ich liebte Ihn. Und ich wollte das wieder spüren. Immer wieder.

Deshalb freute ich mich sehr und fühlte mich bestätigt, als mir, es war letzten Ramadan, dieses überlieferte Bittgebet begegnete. 

Dienstag, 22. April 2014

Gib nicht auf!

Als Ergänzung zum Beitrag >>"gar nicht so einfach" und als Antwort auf einen Kommentar dazu hier ein wunderschöner Text *):
"Gib nicht das Gottgedenken auf, weil du dabei keine Gottesgegenwart spürst;
denn vernachlässigst du das Gottgedenken, so ist’s schlimmer, als wenn du nachlässig bist beim Gottgedenken.
Denn es kann sein, dass Er dich erhebt von einem Gottgedenken – selbst wenn du nachlässig dabei bist – zu einem Gottgedenken mit wachem Herzen,
und von einem Gottgedenken mit wachem Herzen zu einem Gottgedenken in göttlicher Gegenwart,
und dann zu einem Gottgedenken, in dem du Abwesenheit erfährst von allem außer Dem, Des‘ du gedenkst.
„Und dies ist für Gott keineswegs schwer“ (Sure 14 Vers 20)

*) Quelle: "Texte zum Nachdenken, Ibn `Atâ Allah, Bedrängnisse sind Teppiche voller Gnaden" übersetzt von Annemarie Schimmel

Montag, 7. April 2014

von Talkshows, Bestsellern und anderen Büchern

Wenn jemand, sei er nun religiös oder nicht, Christ, Atheist oder Agnostiker, einfach jemand, der fast nichts über den Islam weiß, weil es ihn schlicht nie interessierte, der also bis anhin nur am Rande im Fernsehen mitbekommen hat, dass diese Religion offenbar für Frauenunterdrückung, Terrorismus, Krieg, Fanatismus stehe, wenn so jemand, z. B. durch die Konversion eines Familienmitglieds, plötzlich persönlich mit diesem Glauben konfrontiert wird, sich Sorgen macht und sich etwas näher informieren will, wenn so jemand dann verständlicherweise nicht gleich Lust hat, den Koran oder ein dickes detailliertes Fachbuch zu lesen, sondern sich erst mal in einer Buchhandlung umsieht, was findet er dann? Was liegt auf, gut sichtbar? Was wird ihm auf Anfrage geraten?

Sonntag, 16. März 2014

flammende Rose

Aus einer spontanen Idee heraus fotografierte ich gestern ein paar Blumen in meinem Garten durch eine grüne Flasche hindurch. Dabei ist ohne weiteres Zutun ganz unvermutet dieses fantastische Bild entstanden:


Ein Gedicht
ohne Worte
aus Rose und Licht
ich widme es A. A.
إِنَّا لِلّهِ وَإِنَّـا إِلَيْهِ رَاجِعونَ

Dienstag, 4. März 2014

gedruckt!


Endlich gibt es "ausgerechnet Islam" wie »hier« angekündigt (und begründet) auch in gedruckter Form. Das Cover sieht übrigens in Wirklichkeit viel schöner aus als auf dem Bild bei Amazon und Co, nämlich genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte: schlicht und trotzdem oder gerade deswegen gediegen. Schönes Gefühl, das eigene Buch in den Händen zu halten.

Jetzt hoffe ich natürlich, damit ein paar Menschen zu erreichen, die mir besonders am Herzen liegen. Und, so Gott will, noch einige dazu.

"Und plötzlich beginnt sie, von Gott zu faseln,....", heißt es im Klappentext. Dass der etwas despektierliche Begriff "faseln" nicht von mir selbst, sondern "von außen" kommt, dürfte klar sein. Warum er da steht? Nun - wenn ich ehrlich bin, hoffe ich, durch die zweideutige Formulierung auch Leute, die sonst eher sowas wie "nicht ohne meine Tochter" kaufen, zum Lesen einer etwas anderen Darstellung des Islams zu überlisten ....

es gibt keine Kraft noch Macht außer bei Allah



PS: Bestellen kann man das Buch jetzt eigentlich überall im Buchhandel oder bei »Amazon«. Gruppen und Gemeinschaften weise ich darauf hin, dass es direkt bei »e-publi« schon ab 10 Stück Mengenrabatt gibt. Natürlich kann weiterhin überall die e-book-Version heruntergeladen werden.

Freitag, 21. Februar 2014

gar nicht so einfach...

Wir sollen, das wissen wir, im Gebet konzentriert sein. Das, was wir sagen, soll mit unserem Denken und Fühlen übereinstimmen. Wir sollen die reine Absicht haben, unser Gebet nur für Ihn allein zu verrichten  ("Ichlas"). Wir sprechen Gottes Worte aus, im Wissen, dass Er uns hört und weiß, was wir in unserem Innersten spüren. Was für eine großartige Sache! Eigentlich sollte es im Bewusstsein dieser Tatsache doch ganz einfach sein, sich demütig auf die Nähe zum Höchsten zu konzentrieren.

Ist es aber nicht.

Montag, 17. Februar 2014

Katze aus dem Sack


Ja, dann will ich sie mal rauslassen aus dem Sack, die Katze. Besser gesagt mein Buch. Ganz offiziell. 

Wer die Blog-Seite auf fb verfolgt, ist schon auf dem Laufenden: In Kürze wird "ausgerechnet Islam" als Buch erscheinen. Als e-book kann man es schon probelesen und herunterladen (Links am Ende des Artikels). Dasjenige aus richtigem, bedruckten Papier zwischen zwei Buchdeckeln ist in Arbeit. Sobald ich eins in den Händen habe und damit einigermaßen zufrieden bin, werde ich es zum Verkauf freigeben. Wie lange es dauert, hängt jetzt vor allem von der portugiesischen Post ab... (vielleicht erinnert ihr euch an den Krimi mit meinen Reiseunterlagen). Sobald es soweit ist, werde ich es jedenfalls hier vermelden.

Freitag, 14. Februar 2014

zinslos

Eine schon etwas ältere aber sehr interessante und aufschlussreiche kleine Doku über das islamische Finanzsystem:

Mittwoch, 12. Februar 2014

ihr habt recht

Ok - ihr habt ja recht! All diese Gebote und Verbote, Vorhaltungen und Warnungen im Koran waren sicher gut für die damalige Zeit. Die rohen, ungebildeten Kameltreiber dort in der Wüste hätten die Sache sonst nicht verstanden und ihr verdorbenes Leben weiter geführt. Die brauchten sowas.

Montag, 3. Februar 2014

Vom glauben können wollen. Und vom Matterhorn.

W i e  groß das Geschenk ist, glauben zu können, wurde mir dieser Tage wieder bewusst. 

Weil ich spüre, dass manche Menschen im Grunde gerne glauben würden. Sie können nur nicht.

Viele meinen - wie ich damals -, nur eine ultimative, eindeutige, vollumfänglich wissenschaftlich beweisbare und für jeden Menschen nachvollziehbare Wahrheit wahrhaft glauben zu können. Eigentlich möchten sie "wissen", nicht glauben.

Donnerstag, 30. Januar 2014

ein Mandelmärchen

Die Legende von den Mandelbäumen

Ein Märchen aus Portugals islamischen Zeiten

Vor langer Zeit, vor der Unabhängigkeit Portugals, als die Algarve noch "Al Gharb" hieß und den Arabern gehörte, lebte  in seiner Burg in Silves ein maurischer König, der sich in ein Mädchen aus dem hohen Norden Europas verliebte. Die Angebetete mit Namen Gilda war wunderschön, so schön, dass man sie nur “die Schöne aus dem Norden” nannte. Es war also kein Wunder, dass der kupferhäutige, mutige und kriegserprobte  König sich in sie verliebte und sie sich als Königin wünschte.

Freitag, 24. Januar 2014

ich freue mich auf Ramadan!

Nicht zu fassen: Da kommt man sich wer weiß wie toll vor, wenn man es mal schafft, an einem Freitag die ganze Sure Al-Kahf zu lesen.

Dabei sind es nur 11 Seiten. Wie war das noch im Ramadan? Da waren es im Schnitt 20 Seiten pro Tag. Nebst all den anderen zusätzlichen "Ramadan-Tätigkeiten". Und einem täglichen Blogbeitrag.


Ich freue mich auf Ramadan!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Arabisch VII (mit Super Lerntipp!)

Dann will ich wieder einmal einen Lagebericht liefern betreffend meine Bemühungen, die arabische Sprache zu lernen. Wie im Beitrag >abhängig erwähnt, besuche ich nach mehreren Jahren Online-Unterricht seit Kurzem einen "Real-Live"-Arabischkurs.

Die Klasse ist unterteilt, nebst den fünf Anfänger/Innen bilden ein junger Portugiese und ich die zweite Gruppe. Wir sind beide etwa gleich weit, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und dem identischen Problem: Keine Möglichkeit, unsere Kenntnisse anzuwenden und dadurch zu festigen. 

Donnerstag, 16. Januar 2014

pflück dein Glück!

Manche Menschen warten ständig auf das "große Glück". Was das genau ist, wissen sie vermutlich selbst nicht. Auf jeden Fall liegt es immer in der Zukunft. Sie hoffen, eines Tages, meist mit vielen "wenn dann" verbunden, eine Art ideale Lebensqualität zu erreichen und zu behalten. Wahrscheinlich verwechseln sie etwas. Glück gibt es nämlich nicht als Dauerzustand. 

Als junges Mädchen las ich einmal einen Spruch. Ich weiß ihn leider nicht mehr im Wortlaut, habe ihn auch im Internet nicht in der Form finden können, wie ich ihn in Erinnerung habe. Es hieß, dass man nicht dem großen Glück hinterherlaufen, sondern die kleinen "Glückchen" am Wegesrand pflücken solle. Man habe dann, falls das große Glück nicht komme, wenigstens die kleinen Glücke gehabt.

so eins, zum Beispiel
oder so eins
Ich weiß nicht, ob es einfach meine Natur ist, oder ob dieser Spruch einen Einfluss auf mein weiteres Leben hatte. Wie dem auch sei: Ich kann das, Alhamdulillah. Ich kann "Glückchen pflücken".




oder ein Blick aus dem Fenster


oder so eine Begegnung 
der besonderen Art


Die Umarmung von einem geliebten Menschen. Ein aufrichtig gemeintes Lob (erhalten oder gegeben!). Ein freundliches Lächeln von irgendwoher (ganz leicht zu ergattern: man muss nur eins verschenken). Das herrlich warme Wasser, das aus der Dusche läuft. Am Kaminfeuer sitzen. Etwas Gutes essen. Bei Kälte ein auf dem Heizkörper vorgewärmtes Nachthemd anziehen -  aaahh ;) gleich ist es soweit, ich freu mich schon drauf! 
und und und.........

Solche kleinen Glücksmomente  -  wer Augen und Herz offen hält, findet selbst am trübsten Tag unzählige davon - sind für alle da. Und die meisten kosten nicht mal etwas, außer ein wenig Aufmerksamkeit.

Und dann sind da ja noch die neuen Glücksmomente, die ich erst durch den Islam kennengelernt habe: Jene Augenblicke, in denen ich die "Süße des Glaubens" schmecken darf, sei es im Gebet, bei der Koranlektüre, oder draußen in der Natur. Oder Iftar!*) Und, ganz wichtig: die wundersame Vertiefung aller Glücksgefühle durch den dazu gekommen Aspekt der Dankbarkeit gegenüber Demjenigen, Der  alles erst ermöglicht. Alhamdulillah.

Glücklich, wer sich auch in schweren Zeiten über all diese Dinge wirklich freuen kann. Denn die Summe dieser Glücksmomente ist es, die das Gegengewicht zu den Erschwernissen des Alltags schafft, die bewirkt, dass das Gefühl der Zufriedenheit allen Widrigkeiten zum Trotz überwiegt. Wenn man genügend solcher Glücksmomente sammeln, festhalten und ganz bewusst erleben kann, dann werden die Probleme zwar nicht weniger und auch nicht kleiner - aber bedeutend leichter zu ertragen. 

Leider scheinen viele Leute ihren Problemen und dem Schlechten in der Welt viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken als den Glückchen am Wegesrand und der überwältigenden Schönheit der Schöpfung. Es sind dieselben bedauernswerten Zeitgenossen, die ihr Leben stets mit denjenigen von Menschen vergleichen, denen es besser zu gehen scheint als ihnen selbst. Statt daran zu denken, wie privilegiert sie sind, nur schon dadurch, dass sie ein Dach über dem Kopf haben, Hähne, aus denen sauberes Wasser  kommt, genug zu Essen, Gesundheit....

Dass auch erfolgreiche Glücke-Sammler ab und an betrübt sind, versteht sich von selbst. Alhamdulillah! Wie könnte man das Glücklichsein richtig schätzen, wenn man nie traurig wäre?

Ich wünsche allen Leser/Innen ein fröhliches Glücke-Pflücken.


*) Fastenbrechen

Mittwoch, 8. Januar 2014

praktische hilfsmittel

Heute möchte ich euch einmal auf die Seite "Praktisches" hinweisen (oben im Menu-Balken, ca. in der Mitte).

Ich habe nämlich inzwischen so Einiges entdeckt und dort gepostet. Seiten und Programme zum Finden von Ahadith und Koranversen. Hilfen zum Koranlernen. Hilfen zum Arabischlernen. Seiten, die beides verbinden. Vieles, was das Arabischlernen und das Koranlesen Verstehen und  -Auswendiglernen erleichtert, auflockert und kurzweilig gestaltet.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Schumacher. Oder: was ist mit uns los?

Vorab: Ich habe nichts gegen Michael Schumacher und ich wünsche ihm von Herzen gute Besserung.

Aber ich frage mich, was mit einer Gesellschaft los ist, in der der Unfall eines ehemaligen Formel 1 Rennfahrers in allen Medien einen so großen Raum einnimmt. Während überall auf der Welt Unfälle passieren mit Menschen, die genauso viel wert sind wie Michael Schumacher. Während an vielen Orten der Welt Kinder in Kriegen, an Hunger, an Kälte und an fehlender ärztlicher Versorgung sterben.