Donnerstag, 30. Januar 2014

ein Mandelmärchen

Die Legende von den Mandelbäumen

Ein Märchen aus Portugals islamischen Zeiten

Vor langer Zeit, vor der Unabhängigkeit Portugals, als die Algarve noch "Al Gharb" hieß und den Arabern gehörte, lebte  in seiner Burg in Silves ein maurischer König, der sich in ein Mädchen aus dem hohen Norden Europas verliebte. Die Angebetete mit Namen Gilda war wunderschön, so schön, dass man sie nur “die Schöne aus dem Norden” nannte. Es war also kein Wunder, dass der kupferhäutige, mutige und kriegserprobte  König sich in sie verliebte und sie sich als Königin wünschte.

Freitag, 24. Januar 2014

ich freue mich auf Ramadan!

Nicht zu fassen: Da kommt man sich wer weiß wie toll vor, wenn man es mal schafft, an einem Freitag die ganze Sure Al-Kahf zu lesen.

Dabei sind es nur 11 Seiten. Wie war das noch im Ramadan? Da waren es im Schnitt 20 Seiten pro Tag. Nebst all den anderen zusätzlichen "Ramadan-Tätigkeiten". Und einem täglichen Blogbeitrag.


Ich freue mich auf Ramadan!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Arabisch VII (mit Super Lerntipp!)

Dann will ich wieder einmal einen Lagebericht liefern betreffend meine Bemühungen, die arabische Sprache zu lernen. Wie im Beitrag >abhängig erwähnt, besuche ich nach mehreren Jahren Online-Unterricht seit Kurzem einen "Real-Live"-Arabischkurs.

Die Klasse ist unterteilt, nebst den fünf Anfänger/Innen bilden ein junger Portugiese und ich die zweite Gruppe. Wir sind beide etwa gleich weit, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und dem identischen Problem: Keine Möglichkeit, unsere Kenntnisse anzuwenden und dadurch zu festigen. 

Donnerstag, 16. Januar 2014

pflück dein Glück!

Manche Menschen warten ständig auf das "große Glück". Was das genau ist, wissen sie vermutlich selbst nicht. Auf jeden Fall liegt es immer in der Zukunft. Sie hoffen, eines Tages, meist mit vielen "wenn dann" verbunden, eine Art ideale Lebensqualität zu erreichen und zu behalten. Wahrscheinlich verwechseln sie etwas. Glück gibt es nämlich nicht als Dauerzustand. 

Als junges Mädchen las ich einmal einen Spruch. Ich weiß ihn leider nicht mehr im Wortlaut, habe ihn auch im Internet nicht in der Form finden können, wie ich ihn in Erinnerung habe. Es hieß, dass man nicht dem großen Glück hinterherlaufen, sondern die kleinen "Glückchen" am Wegesrand pflücken solle. Man habe dann, falls das große Glück nicht komme, wenigstens die kleinen Glücke gehabt.

so eins, zum Beispiel
oder so eins
Ich weiß nicht, ob es einfach meine Natur ist, oder ob dieser Spruch einen Einfluss auf mein weiteres Leben hatte. Wie dem auch sei: Ich kann das, Alhamdulillah. Ich kann "Glückchen pflücken".




oder ein Blick aus dem Fenster


oder so eine Begegnung 
der besonderen Art


Die Umarmung von einem geliebten Menschen. Ein aufrichtig gemeintes Lob (erhalten oder gegeben!). Ein freundliches Lächeln von irgendwoher (ganz leicht zu ergattern: man muss nur eins verschenken). Das herrlich warme Wasser, das aus der Dusche läuft. Am Kaminfeuer sitzen. Etwas Gutes essen. Bei Kälte ein auf dem Heizkörper vorgewärmtes Nachthemd anziehen -  aaahh ;) gleich ist es soweit, ich freu mich schon drauf! 
und und und.........

Solche kleinen Glücksmomente  -  wer Augen und Herz offen hält, findet selbst am trübsten Tag unzählige davon - sind für alle da. Und die meisten kosten nicht mal etwas, außer ein wenig Aufmerksamkeit.

Und dann sind da ja noch die neuen Glücksmomente, die ich erst durch den Islam kennengelernt habe: Jene Augenblicke, in denen ich die "Süße des Glaubens" schmecken darf, sei es im Gebet, bei der Koranlektüre, oder draußen in der Natur. Oder Iftar!*) Und, ganz wichtig: die wundersame Vertiefung aller Glücksgefühle durch den dazu gekommen Aspekt der Dankbarkeit gegenüber Demjenigen, Der  alles erst ermöglicht. Alhamdulillah.

Glücklich, wer sich auch in schweren Zeiten über all diese Dinge wirklich freuen kann. Denn die Summe dieser Glücksmomente ist es, die das Gegengewicht zu den Erschwernissen des Alltags schafft, die bewirkt, dass das Gefühl der Zufriedenheit allen Widrigkeiten zum Trotz überwiegt. Wenn man genügend solcher Glücksmomente sammeln, festhalten und ganz bewusst erleben kann, dann werden die Probleme zwar nicht weniger und auch nicht kleiner - aber bedeutend leichter zu ertragen. 

Leider scheinen viele Leute ihren Problemen und dem Schlechten in der Welt viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken als den Glückchen am Wegesrand und der überwältigenden Schönheit der Schöpfung. Es sind dieselben bedauernswerten Zeitgenossen, die ihr Leben stets mit denjenigen von Menschen vergleichen, denen es besser zu gehen scheint als ihnen selbst. Statt daran zu denken, wie privilegiert sie sind, nur schon dadurch, dass sie ein Dach über dem Kopf haben, Hähne, aus denen sauberes Wasser  kommt, genug zu Essen, Gesundheit....

Dass auch erfolgreiche Glücke-Sammler ab und an betrübt sind, versteht sich von selbst. Alhamdulillah! Wie könnte man das Glücklichsein richtig schätzen, wenn man nie traurig wäre?

Ich wünsche allen Leser/Innen ein fröhliches Glücke-Pflücken.


*) Fastenbrechen

Mittwoch, 8. Januar 2014

praktische hilfsmittel

Heute möchte ich euch einmal auf die Seite "Praktisches" hinweisen (oben im Menu-Balken, ca. in der Mitte).

Ich habe nämlich inzwischen so Einiges entdeckt und dort gepostet. Seiten und Programme zum Finden von Ahadith und Koranversen. Hilfen zum Koranlernen. Hilfen zum Arabischlernen. Seiten, die beides verbinden. Vieles, was das Arabischlernen und das Koranlesen Verstehen und  -Auswendiglernen erleichtert, auflockert und kurzweilig gestaltet.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Schumacher. Oder: was ist mit uns los?

Vorab: Ich habe nichts gegen Michael Schumacher und ich wünsche ihm von Herzen gute Besserung.

Aber ich frage mich, was mit einer Gesellschaft los ist, in der der Unfall eines ehemaligen Formel 1 Rennfahrers in allen Medien einen so großen Raum einnimmt. Während überall auf der Welt Unfälle passieren mit Menschen, die genauso viel wert sind wie Michael Schumacher. Während an vielen Orten der Welt Kinder in Kriegen, an Hunger, an Kälte und an fehlender ärztlicher Versorgung sterben.